Nur zwei Wochen nach ihrem Deutschen Meistertitel beim Ironman Germany in Frankfurt, steht die Nordhäuser Profi-Triathletin Katja Konschak am kommenden Sonntag erneut an der Startlinie eines Langdistanz-Rennens. Beim Ironman UK in Bolton möchte die Athletin des ORTHIM Triathlon Teams die restlichen Punkte für die Qualifikation zur Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober sammeln.

„Dazu reicht bereits ein achter Platz, sodass diesmal eher das Ankommen im Fokus stehen wird“, blickt Konschak voraus. Auch wenn sie aktuell mit 4860 Punkten bereits auf den 29. Platz des Kona Ranking System steht, will die 38-Jährige auf Nummer sicher gehen, um bereits nach der ersten Qualifikationsphase Ende Juli ihr WM-Ticket sicher zu haben.

Zum zweiten mal innerhalb von nur 14 Tagen heißt es für Katja Konschak 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen zurückzulegen. Ein entscheidender Faktor ist dabei vor allem die Regeneration in der Zwischenzeit. „Bis Mittwoch vergangener Woche habe ich gar nichts gemacht, erst dann bin ich wieder ins Training eingestiegen“, verrät Konschak. Dabei standen mit vier- sowie fünfstündigen Radausfahrten sogar noch einige lange Trainingseinheiten in ihrem Plan: „Auch vor zwei Jahren habe ich bis wenige Tage vor dem zweiten Ironman noch trainiert, da sich die Ausdauer am schnellsten verliert. In der Summe ist es nicht soviel wie sonst, zwei Spitzen kann man aber noch mal setzen. Ich hoffe dadurch am Sonntag wieder fit zu sein.“

Schon 2014 wagte die Thüringerin das Mammutprojekt nur zwei Wochen nach dem Ironman Germany in Großbritannien zu starten und wurde mit einem starken zweiten Platz belohnt. „Diesmal liegt die Priorität im Hinblick auf Hawaii eher darauf zu finishen, sodass ich, was die Kleiderordnung angeht, keine Experimente eingehen werde. Auch einen Ersatzschlauch werde ich auf jeden Fall mitnehmen“, so Konschak, stellt aber klar: „Ewig möchte ich natürlich nicht unterwegs sein. Wenn ich in den Kampf um die vorderen Platzierungen eingreifen kann, werde ich nicht nein sagen. „Nur irgendwo mitlaufen“ kann ich nicht, da wird der Renncharakter sicher wieder durchkommen.“