Die Nordhäuser Triathleten kehrten erfolgreich von der Ostsee zurück. Profi-Triathlet Markus Liebelt erreichte erstmals in einem Ironman-Rennen das Podium, während Dennis Morgenstern als Achter beim Ostseeman die anvisierte Top 10-Platzierung einfuhr.

Im polnischen Gydnia galt es für Liebelt über die Mitteldistanz 1,9 Kilometer zu schwimmen, 90 Kilometer Rad zu fahren und 21 Kilometer zu laufen. Den Schwimmabschnitt in der vom Wind aufgewühlten Ostsee beendete der Athlet des Orthim Triathlon Teams in der großen Verfolgergruppe mit rund 1:15 Minuten Rückstand auf die besten Schwimmer und stieg schließlich als 14. auf das Fahrrad.
Auf dem hügeligen und windanfälligen 90 Kilometer langen Radkurs legte der gebürtige Sachse direkt mit hoher Geschwindigkeit los und arbeitete sich Stück für Stück nach vorn. Nach 75 Kilometern schob sich Liebelt auf die dritte Position und wechselte an dieser, mit 20 Sekunden Vorsprung auf den nächsten Athleten, in die Laufschuhe: „Meine Radleistung war richtig gut. Ich fuhr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 41 km/h und war auf gleichem Kurs sechs Minuten schneller als noch im letzten Jahr.“
Der abschließende Halbmarathon wurde dann zu einer spannenden Angelegenheit. Liebelt machte nach der ersten von drei zu laufenden Runden zwar Zeit auf die beiden Führenden gut, etwas weiter hinten aber rannte Christopher Hettich noch schneller und kam immer näher. „Nach neun Kilometern überholte mich Christopher. Ich versuchte kurz mitzugehen, musste dann aber mein eigenes Tempo weiter laufen. Die Hoffnung auf eine Podiumsplatzierung hatte ich aber nie aufgegeben, da ich deutlich schneller lief als der bis dato zweitplatzierte Schweizer Manuel Küng und ich immer weiter aufholte“, beschreibt Liebelt.
Wenige Kilometer vor dem Ziel übernahm der 27-Jährige wieder den dritten Platz und verteidigte den nach einigen vierten Rängen so sehnlich erhofften Podestplatz bis ins Ziel. Anschließend gab sich Liebelt äußerst zufrieden: „Ich habe alles gegeben und bin sehr glücklich mit meiner Leistung. Das Schwimmen war solide, das Radfahren sehr gut und mit einer Zeit von 1:13:52 Stunden bin ich eine neue persönliche Bestzeit für den Halbmarathon im Triathlon gelaufen. Der Wettkampf hat mit gezeigt, dass ich jetzt, knapp zwei Wochen vor dem Ironman Schweden, in Topform bin.“

Ähnlich erfolgreich lief es für Dennis Morgenstern über die doppelte Streckenlänge beim Ostseeman in Glücksburg an der deutsch-dänischen Grenze. Nachdem er bereits an selber Stelle 2013 Gesamt-Zwölfter wurde, war er dieses Jahr zwar knapp acht Minuten langsamer, verbesserte seine Platzierung aber und erreichte als Achter das Ziel. Dabei fand er alles andere als einfache Bedingungen vor: Das Schwimmen war geprägt durch starken Wellengang und auch die Rad (1100 Höhenmeter)- und Laufstrecke (300 Höhenmeter) waren alles andere als flach. Morgenstern entstieg als 15. der Ostsee, arbeitete sich auf seiner Lieblingsdisziplin auf dem Rad in die Top Ten nach vorne und hielt die Platzierung bis ins Ziel. Auf dem abschließenden Marathon verliefen die ersten 17 Kilometer ohne Probleme, bevor anschließend die im Training zwei Wochen vorher zugezogene Oberschenkelzerrung wieder aufbrach. „Das verhinderte eine noch bessere Zeit. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, denn ich konnte wieder unter zehn Stunden bleiben und endlich auch unter die besten zehn kommen“, zog Morgenstern, der im September zum zweiten Mal Vater wird, anschließend ein positives Fazit.