Nach dem 17. Platz beim Ironman 70.3 in St. Pölten absolvierte der Nordhäuser Profi-Triathlet Markus Liebelt nur eine Woche danach in der Alpenregion ein weiteres Mitteldistanzrennen. In Linz bewies der Athlet des Nordthüringer ORTHIM Triathlon Teams seine aktuell gute Form: Nach 04:05:34 Stunden erreichte er als Erster das Ziel und sicherte sich den Sieg über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen.

Der Linztriathlon ist mit etwa 1300 Startern eine der größten Triathlonveranstaltungen Österreichs. Da zudem in diesem Jahr die österreichischen Meisterschaften auf der Mitteldistanz ausgetragen wurden, war das Starterfeld entsprechend gut besetzt.

Nach Regen und Kälte in St. Pölten, gab es diesmal das ganze Gegenteil. Pralle Sonne, Temperaturen um die 30 Grad und der relativ spätere Start in der Mittagshitze ließen das Rennen zu einer wahren Hitzeschlacht werden.

Somit war das Schwimmen im 20 Grad warmen Pleschinger See noch der angenehmste Teil des Tages. Beim Massenstart der 450 Teilnehmer kam der 27-Jährige gut weg und konnte sich gemeinsam mit einem Staffelschwimmer und dem slowakischen Olympiateilnehmer Pavel Simko an die Spitze des Feldes setzen. Mit nur wenigen Sekunden Rückstand stieg der Rolandstädter als Dritter aus dem Wasser.

Auf dem Rad passierte Markus Liebelt allerdings gleich zu Beginn ein kleines Missgeschick: Trotz Streckenkenntnis verpasste er die erste Abzweigung und verlor wichtige Sekunden. Zurück auf der Strecke absolvierte er zusammen mit dem starken österreichischen Profi Stefan Hehnwarter die mit über 900 Höhenmetern gespickte, sehr anspruchsvolle Radstrecke. „Wir arbeiteten fair zusammen und fuhren ein hohes Tempo. Simko fuhr an diesem Tag allerdings in einer eigenen Liga“, erklärt Liebelt. Durch einen schnellen Wechsel ging der Sieger des ICAN Nordhausen 2014 als Zweiter auf den abschließenden Halbmarathon, der Abstand nach vorne war mit rund vier Minuten aber schon beträchtlich groß. Trotzdem schlug der gebürtige Sachse von Beginn an ein hohes Tempo an, konnte den Rückstand nach acht Kilometern bereits auf gut eineinhalb Minuten verkürzen und übernahm nach zwölf Kilometern die Führung, welche er bis in das Ziel nicht mehr hergab. „Ich bin auf dem richtigen Weg und die Form ist schon deutlich besser als im letzten Jahr. Auf dem Rad fehlen noch ein paar Einheiten, aber das Laufen klappt super und war in Linz noch nicht am Limit“, so Liebelt, der in seinem nächsten Rennen am 11. Juni beim Ironman 70.3 im Kraichgau unter anderem auf Ironman-Vizeweltmeister Sebastian Kienle trifft.