Mit ehrgeizigen Zielen starten die Nordhäuser Triathleten des in diesem Jahr neu gegründeten Orthim Triathlon Teams in das kommende Wettkampfwochenende.

Über die Langdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen wollen Peter Seidel und Ulrich Konschak jeweils um die Vergabe der Podestplätze mitkämpfen.

Für den Nordhäuser Profi-Triathlet Peter Seidel führt die Reise bei seiner überhaupt erst zweiten Langdistanz nach Dänemark. Beim dortigen Challenge-Rennen erwartet den Sieger des letztjährigen ICAN Valencia, bei dem er in 8:33 Stunden direkt eine neue thüringische Langdistanzbestzeit aufstellte, eine flache Rad- und Laufstrecke. Als Ziel gibt der 25-Jährige einen Platz auf dem Podium aus, auch seine Bestzeit aus dem Vorjahr möchte er nochmals verbessern.

„Seit dem Premiere-Sieg in Spanien habe ich weiter intensiv an allen drei Disziplinen gearbeitet. Es ist überall noch Potenzial vorhanden, ich hoffe mich daher noch mal steigern zu können“, blickt Seidel voraus und ergänzt: „Eine Zeit von unter achteinhalb Stunden wäre fantastisch. Für den Sieg wird man wohl um 8:20 Stunden brauchen. Dafür müsste schon alles stimmen.“ Als einen der Schlüssel zum Erfolg sieht Seidel wie in Valencia eine gute Renneinteilung an. „Es ist wichtig seine Kräfte gut einzuteilen und sich nicht zu überschätzen. Man darf nicht zu früh über das Ziel hinausschießen“, erklärt der Thüringer. Als größte Konkurrenten im Kampf um die vorderen Plätze muss Seidel unter anderem den deutschen Jungprofi Markus Hörmann, Petr Vabrousek aus Tschechien, Christophe Bastie (Frankreich) sowie den dänischen Lokalmatador Chris Fischer im Auge behalten.

Teamkollege Ulrich Konschak startet derweil gar nicht weit entfernt von der Heimat im sächsischen Moritzburg. Der Schlosstriathlon hat sich über die vergangenen Jahre als eines der wenigen Langdistanzrennen im ostdeutschen Raum einen hervorragenden Ruf erarbeitet. „Er zählt zu den traditionsreichen Wettkämpfen und ist auch landschaftlich reizvoll“, schwärmt Konschak. Nach einer diesmal problemlosen Vorbereitung mit dem dritten Platz beim Sparkassen-Triathlon in Versmold blickt der Leader des Orthim Teams optimistisch dem Wettkampftag entgegen: „Mein Ziel ist es unter neun Stunden zu bleiben. Ich möchte auf das Podium kommen.“

Insgeheim liebäugelt der Mediziner sogar mit mehr. Siege sind auf der Langdistanz allerdings nur schwer planbar. Neben einer zielgerichteten Vorbereitung sind auch eine optimale Tagesform und ein guter Rennverlauf vonnötgen. Zu viele unbekannte Komponenten spielen am Renntag noch eine Rolle. „In Moritzburg gab es in den Vorjahren immer enge Duelle, die sich teilweise erst auf den letzten Kilometern entschieden haben. Davon gehe ich auch diesmal aus. Es wird ein harter Kampf, der erst im Ziel beendet ist“, so der Ironman-Spezialist, der bei einem Zieleinlauf am Samstag bereits seine 20. Langdistanz finishen würde.