Sowohl Markus Liebelt und Peter Seidel im Profifeld der Männer als auch Katja Konschak im Eliterennen der Damen werden zum Saisonabschluss 2017 kommenden Samstag den Ironman Barcelona bestreiten. Über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen möchte das Trio des ORTHIM Triathlon Teams auf der flachen Strecke in Katalonien um die Topplatzierungen mitkämpfen.

Insbesondere Konschak möchte nach ihrem Ausstieg beim Ironman Germany in Frankfurt und der damit verpassten Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii wieder die Top drei angreifen und die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen. Das Rennen zählt bereits zum neuen Qualifikationszyklus. „Das bedeutet, dass es bereits Punkte für die Hawaii-Quali 2018 gibt. Da diese erneut das Ziel ist, möchte ich in Barcelona natürlich bereits möglichst viele davon mitnehmen“, erklärt Konschak. Insgesamt 30 Profi-Frauen haben gemeldet. Die zweifache Mutter rechnet damit, für eine Podestplatzierung auf der schnellen Strecke unter der Neun-Stunden-Marke bleiben zu müssen.
Zwar verlief die Vorbereitung aufgrund der Nachwehen des Ironman Germany und bronchialer Probleme nur schleppend an, seit ihrem Sieg beim heimischen ICAN Nordhausen läuft es nun allerdings besser und besser. „Die Vorbereitung verlief im Großen und Ganzen so, wie ich es mir vorgestellt habe. Zwar hatte ich muskuläre Probleme, wodurch ich etwas weniger laufen konnte als eigentlich gewollt – ich denke aber, dass ich eine gute Balance gefunden habe und die Grundform da ist. Den Rest muss man im Wettkampf sehen“, hofft Konschak.
Der Citylauf als letzte Generalprobe verlief gut und schmerzfrei, nachdem die 39-Jährige am Morgen noch mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatte: „Nachdem ich dann locker und im Wettkampfrhythmus war, lief ab der zweiten Runde alles gut und ich konnte nach einer ersten Runde im moderaten Tempo das Tempo noch mal deutlich steigern.“
Nach Spanien fliegt die letztjährige Deutsche Langdistanzmeisterin mit guten Erinnerungen. 2009 startete sie noch unter dem Challenge-Label ein Jahr nach der Geburt von Tochter Laetitia an selber Stelle und feierte mit dem zweiten Platz ihren internationalen Durchbruch.
Ebenfalls mit Ambitionen auf Top-10-Platzierungen gehen Markus Liebelt und Peter Seidel im Männerrennen an den Start. Liebelt tritt mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an, immerhin feierte er in dieser Saison beim Ironman 70.3 Gdynia (3.), Ironman 70.3 Kraichgau (4.) und dem Ironman 70.3 Zell am See (6.) bereits einige Topplatzierungen in der weltweiten Ironman-Serie und möchte auch zum Saisonabschluss fünf Wochen nach seinem Sturz beim Ironman Schweden daran anknüpfen. Auch er hat ähnlich wie Konschak den Ironman Hawaii 2018 im Blick – anders als für die erfahrene Teamkollegin, sie stand bereits fünfmal an der Startlinie, wäre es für den 27-Jährigen der erste Auftritt auf Big Island.
Für Peter Seidel, Sieger des ICAN Nordhausen 2015, geht es nach einer schwierigeren Saison und der Geburt seines Sohnes darum, noch eine gute Langdistanz zu absolvieren. Dabei zählt der Schützling von Trainer Joseph Spindler auf seine Ausgeglichenheit: „Ich werde mich auf mein eigenes Rennen konzentrieren, denn es ist wichtig, am Ende auch noch einen schnellen Marathon laufen zu können. Gefühlt ist die Form besser als im letzten Jahr.“ Im September 2016 verbesserte er in Amsterdam seine bisherige Langdistanzbestzeit auf 8:32:04 Stunden. In ähnliche Regionen möchte Seidel auch in Barcelona vorstoßen.