Am 7.8. fanden in Ulm im Rahmen der Powerman Serie die deutschen Duathlonmeisterschaften auf der Langdistanz statt.

Zuerst mussten 10km gelaufen werden, dann ging es auf dem Rad 83 km (2 Runden a 41,5km mit insgesamt 900 HM) auf die Höhen der Schwäbischen Alp und zum Abschluss mussten noch mal 20 km laufend entlang der Donau und Ulmer Altstadt absolviert werden.

Im Mai hatte ich mir leider die Peronealsehne entzündet, sodass ich 2,5 Monate nicht laufen und keine Rennen absolvieren konnte. Der Start in Ulm war daher mein persönlich später Start in die Saison 2016.

Vom Start weg, wurde wie gewohnt ein hohes Tempo von dem internationalen Teilnehmerfeld angeschlagen. Zu meiner eigenen Überraschung konnte ich, obwohl ich erst seit 2 Wochen schmerzfrei laufen konnte, das Tempo einigermaßen mitgehen und lief als Gesamtelfter nach den ersten 10,5 km (37,07) in die Wechselzone. Mein gesamtes Training konnte ich seit Mai nur im Wasser schwimmend oder auf dem Rad absolvieren. Das intensive Radtraining nutzte ich um die beste Radleistung, die ich jemals bei einem Rennen gezeigt habe, abzurufen. Auf der 41,5 km langen Runde galt es zwei steile Rampen mit 16% bzw. 18 % Steigung und einen weiteren längen Anstieg zu absolvieren. Auch die technisch schwierigen Abfahrten durch Ortschaften bei denen ich ein maximales Tempo von 83,2 Km/h erreichte, verlangten Mut und Konzentration. Mit dem vermutlich schnellsten Material attackierte ich bei der ersten steilen Rampe und sammelte nach und nach die vor mir fahrenden Athleten ein. Mit einer Zeit von 2h 10 min und 54 sek fuhr ich die drittbeste Radzeit des gesamten Powermanstarterfeldes und hatte damit lediglich 2 min Rückstand auf die schnellste erzielte Zeit. Damit lag ich als zweitbester Deutscher nach dem Radfahren auf Gesamtrang drei der Powermangesamtwertung.

Schon jetzt war ich mit meinem Saisoneröffnungsrennen super zufrieden, da ich eine schnelle Radzeit fahren wollte und dieses Vorhaben auch perfekt umsetzen konnte.

Die abschließenden 20 km im Laufen wurden aufgrund des riesigen Trainingsrückstands im Laufen bei 26 Grad zum ultimativen Charaktertest. Auch wenn die Zeit von 1h 23 min und 47 sek nicht meinen Ansprüchen entspricht war ich schlussendlich nur froh mit einer Gesamtzeit von 4h 15min und 22 sek im Ziel erfasst worden zu sein. Auf Grund der abschließenden Laufleistung fiel ich noch auf Gesamtrang 7 in der Powermanwertung zurück.

Im Gesamteinlauf aller deutschen Starter erreichte ich den dritten Rang.

Meine Altersklasse konnte ich mit 10 Minuten Vorsprung gewinnen, sodass ich nun nach dem Duathlon Weltmeistertitel auf der Langdistanz 2015 auch Deutscher Meister im Duathlon Langdistanz in der AK 25 2016 bin.

Mein Fokus liegt nun auf der Duathlon Weltmeisterschaft Langdistanz Anfang Mai und hoffe bis dorthin auch eine deutlich bessere Laufform zu haben.

Ergebnisse: https://www.abavent.de/anmeldeservice/107/839/ergebniss/3342/