Lange sah es nach der ersehnten Topplatzierung für Orthim-Triathlet Peter Seidel beim Ironman Malaysia vergangenen Samstag (14.11.2015) aus. Über die Langdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen hatte der Nordhäuser die Top Ten im Blick, fiel durch Schmerzen im Marathon am Ende aber noch auf Platz 18 zurück.

„Nach knapp 30 Kilometern waren meine Füße durch das Wasser im Schuh dermaßen aufgequollen, dass jeder Schritt der pure Schmerz war. Rennen war von da an gar nicht mehr möglich“, erklärt Seidel, der sich trotzdem ins Ziel kämpfte.
Dabei lief es bis dahin lange Zeit gut für den 26-jährigen Thüringer. Beim Schwimmen und Radfahren hielt er den Rückstand auf die vor ihm platzierten Athleten in Grenzen, wechselte als 16. zum abschließenden Marathon. „Auch ins Laufen bin ich anfangs gut rein gekommen, habe mein Tempo bewusst gedrosselt, um hinten raus noch mal zulegen zu können“, so Seidel, der mit Temperaturen von bis zu 40 Grad zu kämpfen hatte. Auf der ersten Hälfte des Marathons schob er sich auf Platz elf nach vorne und hatte an der Wendemarke bereits die vor ihm liegenden Sportler im Blick: „Ohne die Schmerzen wären die Top Ten heute sicher möglich gewesen.“
Auch wenn er die gute Platzierung nicht bis ins Ziel hielt, kann der Sieger des ICAN Nordhausen 2015 etwas Positives mit zurück in die nun folgende etwa vierwöchige Saisonpause nehmen: „Auf dem Rad näher ich mich weiter der Weltspitze an und verliere nicht mehr so viel Zeit. Das Rennen war auch im Hinblick auf die kommenden Jahre wieder enorm lehrreich, damit mir so etwas nicht noch mal passiert.“

Peter Seidel beim Ironman Malaysia