FAQs - Häufige Fragen

Was Sie schon immer über die Schüßler-Salze wissen wollten

1. Können bei der Einnahme Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen auftreten?
Über das Auftreten von Neben- und Wechselwirkungen ist nichts bekannt. Erstreaktionen zu Beginn der Anwendung werden in Einzelfällen beobachtet.

2. Kann es zu einer Überdosierung kommen?
Bei der Dosierung sind die Angaben der Gebrauchsinformation bzw. des Therapeuten maßgeblich. Aufgrund des Milchzuckers kann es bei sehr hohen Dosierungen zu Verdauungsstörungen (milder Abführeffekt) kommen.

3. Wie oft sollen die einzelnen Salze eingenommen werden?
Im Regelfall gilt die Vorschrift der Gebrauchsinformation (Packungsbeilage). Die Dosierungsvorschrift Ihres Therapeuten kann je nach Mangelerscheinung erheblich abweichen.

4. Wie werden Schüßler-Salze eingenommen?
Wichtig ist, die Tablette im Mund zergehen zu lassen und nicht zu lutschen oder zu zerkauen, weil die Wirkstoffe über die Mund- und Rachenschleimhaut aufgenommen werden. Die Einnahme soll eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen erfolgen.

5. Wie schnell wirken die Mineralstoffe nach Dr. Schüßler?
Die einzelnen Salze können unterschiedlich schnell wirken. Ausschlaggebend dabei ist die Stärke der Mangelerscheinung. Die Wirkung setzt behutsam und sanft ein, eine starke Sofortwirkung ist die Ausnahme. Bei akuten Beschwerden kann die Einnahme einer Tablette alle fünf Minuten bis zum Eintritt einer Linderung erforderlich sein. Danach wird reduziert auf 3mal täglich eine Tablette. Diese Dosierung gilt als Standard in chronischen Fällen. Eine Langzeit-Therapie kann erforderlich sein, fragen Sie Ihren Therapeuten.

6. Kann es zu einer Abhängigkeit durch Schüßler-Salze kommen?
Eine körperliche Abhängigkeit durch Schüßler-Salze kann nicht entstehen. Jedoch kann es, je nach Stärke eines Mangels, zu einem verstärkten Bedürfnis nach Mineralsalzen kommen. Dieses Bedürfnis verschwindet aber, sobald der Mangel behoben und die Speicher im Körper gefüllt sind.

7. Vertragen sich Schüßler-Salze mit anderen allopathischen Medikamenten?
Über Wechselwirkungen von allopathischen und homöopathischen Arzneimitteln liegen keine Hinweise vor. Die parallele Therapie beeinträchtigt die Wirksamkeit gegenseitig nicht.

8. Vertragen sich Schüßler-Salze mit anderen homöopathischen Mitteln?
Die Homöopathie grenzt sich von der Heilmethode nach Dr. Schüßler grundsätzlich ab, daher kommt es zu keiner direkten Wechselbeziehung.

9. Ist bei einem starken Mineralstoffmangel eine Therapie mit Mineralsalzen nach Dr. Schüßler ausreichend?
Entgleisungen des Elektrolythaushalts können bedrohliche Formen oder sogar lebensbedrohende annehmen. Dramatische, akute Krankheitsbilder gehören nicht zum Kernkompetenzfeld Schüßler-Salze, sondern in Expertenobhut. Nur moderate Störungen und Symptome lassen eine Selbsttherapie mit Schüßler-Salzen sinnvoll erscheinen. In allen anderen Fällen und im Zweifel ist fachlicher Rat einzuholen.

10. Können durch eine vollwertige Ernährung alle nötigen Mineralsalze ausreichend aufgenommen werden?
Wer auf eine vollwertige Ernährung achtet, schafft dadurch auf jeden Fall eine gute Grundversorgung mit Mineralstoffen für den Körper. Bedingt durch die ansteigende Umweltbelastung, Genussgifte, Stress, unsteten Lebenswandel, etc. steigt allerdings der Verbrauch einzelner wichtiger Mineralsalze. Das kann durch Ernährung allein oft nicht aufgefangen werden. Das Erkennen von Defiziten oder Mangelversorgung kann mit einer speziellen Diagnostik, der sogenannten Antlitzdiagnostik, geschehen, die von besonders ausgebildeten Therapeuten durchgeführt wird. Auch andere Möglichkeiten erlauben die Diagnosestellung.

11. Warum muss man von den einzelnen Mineralstoffen unterschiedlich viel einnehmen?
Die einzunehmende Menge an Mineralsalzen ist abhängig von der jeweiligen Mangelerscheinung. Entsprechend unterschiedlich variiert die Therapie und Dosierung der benötigten Mineralstoffe. Erfahrene Berater beantworten exakt die Frage, welche Mittel in welcher Dosierung anzuwenden sind und begleiten den Therapieverlauf mit der nötigen Anpassung im Verlauf des Heilungsprozesses.

12. Beeinträchtigen Kaffee, Tee oder Alkohol die Wirkung?
Jeder Stoff mit Auswirkung auf den Stoffwechsel kann die Wirksamkeit von Mineralstoffen nach Dr. Schüßler neutralisieren und wie ein Gegenmittel (Antidot) wirken. Bei Koffein und Alkohol, aber auch Nicotin, handelt es sich um Genussgifte mit diesem Negativeinfluss. Auch Tees, die ätherische Öle enthalten, z.B. Pfefferminze, Kamille, Fenchel, Anis oder Kümmel können die Wirksamkeit nachteilig beeinträchtigen. Mit entsprechendem zeitlichem Abstand von zwei Stunden reduziert sich die Gefahr des Wirkverlustes der Salze deutlich.

13. Ich leide unter Sprue und vertrage den Weizeninhaltsstoff Gluten nicht. Darf ich die Orthim-Schüßler-Salz-Tabletten einnehmen?
Die Orthim-Schüßler-Salz-Tabletten enthalten kein Gluten.

14. Ich vertrage keinen Milchzucker. Darf ich Schüßler-Salz-Tabletten einnehmen?
Geringe Mengen Milchzucker (etwa 250mg = 0,25g pro Tablette) sind Bestandteil jeder Schüßler-Salz-Tablette, die normalerweise in jedem Lebensalter sehr gut vertragen wird. Wenn die Einnahme jedoch zu Problemen führt, können die betroffenen Menschen an einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktasemangelsyndrom) leiden. Es fehlt das Enzym Laktase oder ist nicht ausreichend vorhanden. Laktasemangel äußert sich nach der Einnahme der Tabletten bei starker Ausprägung des Enzymmangels als Blähungen, Durchfall oder andere Verdauungsbeschwerden. Da es sich bei diesem Mangel nicht um eine Allergie handelt, ist deshalb die Symptomatik durch Verzicht vermeidbar. Eine Möglichkeit Schüßlersalz-Tabletten sowie Milchzuckerprodukte dennoch gut zu vertragen ist die Ergänzung des fehlenden Enzyms Laktase begleitend zu jeder Milchzuckereinnahme. Das Enzym ist in jeder Apotheke in verschiedenen Darreichungsformen rezeptfrei erhältlich. Zur Senkung der Milchzuckeraufnahme besteht die Möglichkeit die Tabletten in ein Glas Wasser zu geben. Ohne Umrühren wird der Zerfall der Tabletten auf dem Boden des Glases abgewartet und dann die Lösung schluckweise abgetrunken, die Neige mit dem relativ schlecht wasserlöslichen Milchzucker verbleibt im Glas. Allergien gegen Milchzucker sind äußerst selten, eine Therapie nicht bekannt.
Generell ist bei Milchzucker-Problemen das Ausweichen auf die lactosefreien Globuli anzuraten.

15. Erstreaktion (= Erstverschlimmerung)
Jedes homöopathische Arzneimittel kann zu einer Erstverschlimmerung der Beschwerden führen. Diese kurzzeitige Reaktion wird als Zeichen des Ansprechens der Therapie gewertet. Bei zu stark empfundenen Beschwerden ist der Therapeut zu befragen, ob das Absetzen, eine Unterbrechung oder Dosisanpassung erforderlich ist.

16. Gibt es feste Anwendungsgebiete für die einzelnen Schüßler-Salze?
Jede Behandlung ist auf das jeweilige Krankheitsbild des einzelnen Patienten individuell abgestimmt, daher haben registrierte Arzneimittel gemäß den gesetzlichen Vorgaben kein festgelegtes Anwendungsgebiet.

Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Therapeuten.
Sie finden weiterführende Informationen zur Biochemie und der Heilmethode nach Dr. Schüßler auf der Homepage des Biochemischen Bundes unter www.biochemie-online.de. Hier werden Ihnen auch Adressen von biochemisch behandelnden Therapeuten / Therapeutinnen in ihrer Nähe zur Verfügung gestellt.

 

Glossar für ein gesundes Leben

Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie

Lateinisch: „similia similibus curentur“ – „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.“ Grundprinzip der Homöopathie. Mit einer potenzierten Dosis eines Wirkstoffes werden Symptome behandelt, die beim gesunden Menschen konzentriert ähnliche Symptome hervorrufen. Obwohl das Herstellungsverfahren der Schüßler-Salze identisch mit dem homöopathischen ist, stellt die Heilmethode der Biochemie nach Dr. Schüßler ein Substitutionsprinzip (Ergänzung) dar und unterscheidet sich so von der klassischen Homöopathie.

 

Allopathie

Griechische Bezeichnung (allos = anders, páthos = Leiden) für die schulmedizinische Heilbehandlung im Gegensatz zum Ähnlichkeitsprinzip in der Homöopathie

 

Antidot

Griechisch: Das dagegen gegebene. In der Homöopathie hauptsächlich verstanden als Substanzen mit z. B. starken ätherischen Ölen, die die Wirkung des Arzneimittels aufheben können und damit die Heilwirkung zunichte machen.

 

Antlitzanalyse – vom Arzt Dr. Sonnerschau

Bei der Antlitzanalyse handelt es sich um ein von Kurt Hickethier entwickeltes Diagnoseverfahren zur Erkennung von Mineralstoffmängeln im Organismus. Hickethier war überzeugt, dass jeder Mangel eines Mineralstoffs Spuren, wie z. B. Glanzbildung, Verfärbungen, Faltenbildung etc. im menschlichen Gesicht hinterlässt. Diese Mängel können durch die Einnahme des richtigen Salzes behoben werden. Bis heute ist diese Diagnosemethode aktuell, erfordert jedoch eine besondere Ausbildung. www.sonnerschau.de

 

Arzneiformen

Aus den Arzneigrundstoffen werden homöopathische Arzneiformen hergestellt wie Streukügelchen (Globuli), flüssige Verdünnungen (Dilution), Pulver (Verreibungen mit Milchzucker, Triturationen), Tabletten (Feste Form, Komprimat aus Verreibungen unter Zusatz von Hilfsstoffen), Injektionen und weitere.

 

Biochemie nach Dr. Schüßler

Wilhelm H. Schüßler entwickelte eine Heilweise, die ein gestörtes Gleichgewicht der Mineralstoffe in der Körperzelle als Wesen der Krankheit definiert. Durch die individuelle Zufuhr der fehlenden Mineralstoffe wird die körpereigene Regulation wieder normalisiert.

 

Dezimalpotenz

Grundprinzip der Herstellung in der Homöopathie, entwickelt von Samuel Hahnemann. Potenzierungsverfahren, in dem ein Teil des Wirkstoffs mit neun Teilen Trägersubstanz (Milchzucker oder Alkohol) nach einem besonderen im homöopathischen Arzneibuch (HAB) festgelegten Verfahren vermischt und dadurch potenziert wird. (Siehe auch unter Potenzierung.)

 

Dosierung

Die Dosierung der Schüßler-Salze wird an das Krankheitsbild und den Mangelzustand angepasst. Die in der Gebrauchsinformation formulierte Dosierungsanweisung ist daher nur zur allgemeinen Orientierung für die Selbstmedikation geeignet. Der Therapeut ermittelt anhand der Leitsymptome individuell für den Einzelnen die erforderliche Dosis.

 

Homöopathisches Arzneibuch (HAB)

Deutsches Arzneibuch mit verbindlichen Grundregeln und Vorschriften zur Herstellung und Analytik homöopathischer Arzneimittel, zu denen die Schüßler-Salze gehören. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist die zuständige Aufsichtsbehörde mit der Hauptaufgabe von Zulassung, Registrierung und Risikobewertung von Arzneimitteln. Zusätzliche Aufgabe ist die Überwachung der Arzneimittelsicherheit, Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

 

Homöopathie – Abgrenzung Biochemie

Auch wenn Schüßler seine Heilmethode von der Homöopathie unterscheidet und abgrenzt, beruht die Herstellung der Schüßler-Salze auf dem homöopathischen Prinzip der Potenzierung (s. u.). Bevor Schüßler sich seiner biochemischen Heilweise ganz widmete, praktizierte er lange Jahre als erfolgreicher Homöopath. Grundgedanke der Homöopathie ist die Betrachtung des Menschen als Ganzes. Sie behandelt somit nicht nur eine Krankheit oder ein Organ, vielmehr fließen Gewohnheiten, Vorlieben und die menschliche Persönlichkeit in die Therapie mit ein. Homöopathie geht davon aus, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Daher sind körperliche Beschwerden nicht heilbar, ohne die individuellen Persönlichkeitsmerkmale zu berücksichtigen.

 

Potenzierung

Homöopathisches Potenzieren ist ein spezieller Verdünnungsprozess, der bei der Herstellung der Schüßler-Salze in Zehnerschritten (Dezimalpotenz, abgekürzt D) vorgenommen wird. Dynamisierungsverfahren zur Kraftentfaltung und Aufladung von Grundstoffen, um als wirksames Arzneimittel Zugang zum Zellinneren zu erhalten. Dr. Schüßler benutzte in Abhängigkeit von der Wasserlöslichkeit der Mineralsalze nur die Potenzen D6 und D12.