Der Ironman 70.3 South Africa war der erste richtige Härtetest für die Nordhäuser Profi-Triathletin Katja Konschak auf dem Weg zur angestrebten erneuten Hawaii-Qualifikation. Mit dem Ziel der Top fünf ins Rennen gegangen, wurde Konschak über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) letztlich Siebte – doch schon im April kehrt sie nach Südafrika zurück und wird über die doppelte Streckenlänge erneut ihr Glück versuchen. „Dafür konnte ich wichtige Rückschlüsse sammeln an was es noch zu arbeiten gilt“, so Konschak.

Man hätte sich durchaus einfachere Wettkämpfe zum Auftakt vorstellen können. Der Wind frischte in Buffalo City ordentlich auf, was nicht nur für ein kräftezehrendes Radfahren sorgte, sondern auch für einen ordentlichen Wellengang. Zudem kam die auf der Laufstrecke ungewohnte Hitze hinzu. In den heimischen Gefilden hatte die Rolandstädterin bislang mit Schnee, Kälte und Glätte zu kämpfen, dort traf sie auf komplette Gegensätze.
Trotzdem startete die frühere Leistungsschwimmerin gewohnt gut. Nach 29:14 Minuten entstieg direkt hinter der zweitplatzierten Britin Susie Cheetham und kurz vor der Polin Zerzyk Agnieszka dem Wasser und wechselte als Dritte auf die zweite Teildisziplin.

Wie die Form auf dem Rad sein würde, war im Vorfeld das größte Fragezeichen der 38-Jährigen. Auf den heimischen Straßen konnte sie das letzte mal im November im Freien fahren, in den vergangenen Wochen stand vor allem Indoortraining auf dem Ergometer auf der Tagesordnung. „Ich habe schon die fehlenden Kilometer gemerkt, die Sitzposition war noch nicht optimal und auch gegen den Wind zu fahren ist natürlich noch mal ein Unterschied. Dadurch habe ich leider mehr Zeit verloren, als vorher erhofft. Das Ergometer ist bei der Ironman-Vorbereitung eben doch kein gleichwertiger Ersatz“, so Konschak. Nach knapp dreieinhalb Stunden ging es für die zweifache Mutter dann auf den abschließenden Halbmarathon. Auch dieser lief in 1:33 Stunden solide, wenngleich es noch nicht die Leistung war, die sie an optimalen Tagen zu leisten im Stande ist: „Ich fühlte mich zu Beginn nicht richtig frisch, die Hitze hat all denen zu schaffen gemacht, die noch keine Trainingslager in wärmeren Regionen absolvierten. Mit dem schwächeren Radfahren habe ich schon gerechnet, im Laufen wäre ich schon gerne ein paar Minuten schneller gewesen. Ich denke aber, dass das in den kommenden zwei Monaten noch besser wird und ich mich steigern kann.“

Am Ende verteidigte Katja Konschak ohne Probleme ihre Position nach dem Radabschnitt und finishte auf Platz sieben – vor allem die Rückschlüsse für das weitere Training im Hinblick auf die erste Langdistanz im April nimmt Konschak mit zurück in den Südharz. Es fehlten noch einige Belastungsspitzen, sodass ein Training unter Wettkampfbedingungen bei der zweiten Austragung des Nordhäuser Doppels am 24./25. Februar sowie weitere Starts bei lokalen Laufveranstaltungen fest eingeplant sind. Auch durch das Trainingslager auf Lanzarote im Februar erhofft sich die amtierende Deutsche Meisterin einen weiteren Schritt nach vorne. „Dadurch dass es dort deutlich wärmer ist als in Deutschland, wird der Fokus dabei sicherlich auf den längeren Einheiten liegen.“