Stephan Knopf vom Orthim Triathlon Team erreichte bei der „IRONMAN 70.3 World Championship“ Platz 978. im Gesamt-Rang und Platz 180. in seiner Alterklasse. Dabei musste der Sportler in Australien 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen bewältigen. Hier lesen Sie sein Fazit nach dem Lauf.

Weltmeister! …

Bin ich heute nicht geworden, aber jetzt habe ich für diesen Bericht hoffentlich eure volle Aufmerksamkeit 🙂.

Als erstes möchte ich schreiben, dass mir nach dem Rennen ein großer Stein vom Herzen gefallen ist. Ich habe sehr lange davon geträumt bei einer Weltmeisterschaft zu starten und dieser Traum ist nun in Erfüllung gegangen. Diese Qualifikation im Mai beim Rennen auf Mallorca war aber in erster Linie nicht nur meiner Vorbereitung zu verdanken. Ein ganz großer Dank geht dabei auch an meine Frau Christin, die mich bis hierher immer unterstützt hat, sowie natürlich allen anderen Menschen und Sponsoren aus meinem Umfeld denen ich an dieser Stelle einfach mal DANKE sagen möchte!

Nun zum Rennen! Ich konnte in Australien neben einigen touristischen Highlights auch vorab noch ein paar spezifische Einheiten in allen drei Disziplinen absolvieren und mich so sehr gut auf die Strecken einstellen. Das Feeling hier in Mooloolaba war in den letzten Tagen einfach gigantisch, von der Nationenparade bis zum Rennen war das für mich alles etwas ganz besonderes.

Über Platzierungen hab ich mir in diesem hochklassigen Feld keine Gedanken gemacht, eine Zielzeit hatte ich aber schon. Beim Schwimmen (1900m) im pazifischen Ozean lief es eigtl. nach Plan und ich konnte nach knapp 37 Minuten das Wasser verlassen. Die beiden Wechsel überstand ich fast schon routiniert wobei diese bei einem 3200 Personen großen Startfeld natürlich in einer übergroßen Wechselzone nicht sehr flott waren.

Dann kam das Radfahren (90km), was auf den ersten 50km auf dem Highway eher einem Mannschaftszeitfahren als dem angedachten Einzelzeitfahren glich. Ich versuchte dabei immer Regelkonform zu fahren, was aber schlichtweg nicht möglich war. Und so kam es wie es kommen musste, nach 30km erhielt ich meine allererste Zeitstrafe (5min.) überhaupt.

Das nicht genug, merkte ich etwas später, dass mein Hinterrad Luft verliert (auch eine Premiere im WK). Kurz angehalten und Pannenspray eingesprüht und weiter. Nur 5km später wieder Platten 🙁. Zum Glück kam ein „Technical-Support“ vorbei welcher mir das Hinterrad tauschte, damit war dann allerdings der Aerovorteil meines CXR60 dahin. Egal, jetzt stand eigtl. nur das Finish auf dem Plan.

Mehr schlecht als Recht fuhr ich die letzten 40km zu Ende, immer mit der Angst eine weitere Karte zu kassieren, außerdem funktionierte die Schaltung nicht mehr ordentlich und die hintere Bremse fasste gar nicht mehr. In der Wechselzone angekommen, zeigte meine Uhr 03:28h an, jetzt musste also endlich mal ein ordentlicher Halbmarathon her, um wenigstens mein Minimalziel (-5h) zu erreichen.

Der Lauf klappte dann trotz nicht leichter Strecke erstaunlich gut und ich konnte nach 01:28h das Ziel erreichen. Es blieb sogar noch so viel Zeit auf die 5h um den Einlauf in den Zielkanal in vollen Zügen zu genießen und die letzten Meter zu gehen. Aufgrund des Radparts bin ich mit dem Resultat natürlich zufrieden und erleichtert es überhaupt ins Ziel gebracht zu haben.

Nun werde ich die Eindrücke erstmal etwas sacken lassen und dann planen wie es weitergeht. Liebe Grüße an alle und nochmals VIELEN DANK!