Hypertonie

Hoher Blutdruck: Symptome erkennen

Eine Hypertonie gilt unbehandelt als hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und geschädigte Organe. Jedoch ist es knifflig, die Symptome für hohen Blutdruck zu erkennen. Bei vielen Betroffenen bleiben sie gänzlich aus, während sie bei anderen unspezifisch und sporadisch auftreten. Anhand der Bluthochdruck-Werte kann der Arzt jedoch feststellen, ob erhöhte Vorsicht geboten ist und Grund zur Annahme besteht, dass eine (dauerhafte oder wiederkehrende) Hypertonie vorliegt.

Wir verraten, wie hoher Blutdruck Symptome auslösen kann, welche das sind und wie die Diagnose beim Arzt erfolgt. Wir erklären außerdem, wie Sie den sogenannten hypertensiven Notfall und eine hypertensive Krise erkennen, die den Blutdruck rasch in die Höhe schnellen lassen.

 

Symptome bei hohem Blutdruck

Wie erkennen Sie Bluthochdruck-Symptome, wenn sie da sind, und wann sollten Sie besonders aufmerksam sein? Ein Tipp vorweg: Liegen bei Ihnen genetische Einflüsse vor, sind also mehrere Personen in Ihrer Familie von einer Hypertonie betroffen, ist es wichtig, in besonderem Maße auf mögliche Symptome zu achten. Auch wenn Sie klassische Bluthochdruck-Ursachen wie Übergewicht, zu wenig Bewegung oder einen ungesunden Lebensstil bei sich wiederfinden, ist erhöhte Aufmerksamkeit wichtig.

Verspüren Sie eines oder mehrere dieser Symptome für hohen Blutdruck, sollten Sie gerade als Risikogruppe zur weiteren Abklärung einen Arzt aufsuchen:

  • Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafbeschwerden)
  • Kopfschmerzen (vorwiegend morgens)
  • Schwindel
  • Nasenbluten
  • Ohrensausen
  • Übelkeit
  • Nervosität und Unruhe
  • Müdigkeit
  • leichte Ermüdbarkeit bei Aktivität
  • gerötetes Gesicht
  • Atembeschwerden (Kurzatmigkeit)

Während einige der Symptome für hohen Blutdruck vorwiegend zu bestimmten Tageszeiten auftreten, werden andere durch die kalte Jahreszeit verstärkt. Neigen Sie gerade im Winter zu Beschwerden, ist das mitunter ein erhöhtes Alarmzeichen für Bluthochdruck.

Weitere Informationen zu den Ursachen, die für Bluthochdruck verantwortlich sein können, erhalten Sie hier. 
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Unspezifische Symptome bei hohem Blutdruck bergen Verwechslungsgefahr

Wenn Sie die Liste der Symptome für Bluthochdruck durchgehen, wird Ihnen vermutlich gleich auffallen, dass Sie die meisten Anzeichen schon von anderen Erkrankungen und Beschwerden kennen. Daher verwundert es nicht, dass so mancher von Hypertonie Betroffene seine Symptome auf eine andere Ursache als Bluthochdruck schiebt. 

  • Verwechslung mit Wechseljahrsbeschwerden: 
    Die Hypertonie betrifft häufig Menschen, die sich gerade am Übergang in die zweite Lebenshälfte befinden. Während der hormonellen Umstellungsphase werden demnach Symptome wie Stimmungsschwankungen und Nervosität, Schlafprobleme, Schwindel und schnelle Ermüdbarkeit als typische Wechseljahresbeschwerden bewertet. Doch können die Symptome auch für Bluthochdruck stehen, der zudem durch die Wechseljahre begünstigt werden kann. Befinden Sie sich also vor oder in den Wechseljahren, sind regelmäßige Blutdruckmessungen beim Arzt essentiell.
  • Stress: 
    Leiden Sie häufig unter beruflichem oder privatem Stress, können hoher Blutdruck und seine Symptome mit den Folgen dieser Belastung verwechselt werden. Nervosität, Unruhe, ständige Müdigkeit und Kopfschmerzen sind typische Anzeichen von einer körperlichen oder seelischen Überlastung bis hin zum Burnout. Doch auch Stress gilt als eine der Bluthochdruck-Ursachen. Sie sollten daher prüfen, ob es sich bei Ihnen "nur" um stressbedingte Beschwerden oder auch um Bluthochdruck-Symptome handelt. 
  • Nebenwirkungen von Medikamenten: 
    Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit sind typische Nebenwirkungen vieler Medikamente. Nehmen Sie eine Arznei mit entsprechenden Angaben von Nebenwirkungen ein, könnten Sie die Symptome von Bluthochdruck somit fälschlicherweise darauf schieben. Wichtig ist aber, dass Sie nicht auf eigene Faust Medikamente absetzen, weil Sie eine Nebenwirkung vermuten. Lassen Sie Ihre Hypothese unbedingt ärztlich überprüfen, gerade wenn Sie auf das jeweilige Medikament zwingend angewiesen sind. 

Der hypertensive Notfall ist, wie sein Name schon verrät, ein kritischer Zustand, der sofort ärztlicher Hilfe bedarf. Es handelt sich um einen plötzlichen, krisenhaften Anstieg der Bluthochdruck-Werte. In vielen Fällen, aber leider auch nicht immer, zeigt sich ein hypertensiver Notfall anhand der folgenden Symptome:

  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Zittern
  • Lähmungserscheinungen
  • Angst und Panik
  • Nervosität und Unruhe
  • Bewusstseinsstörungen
  • Engegefühl in der Brust
  • starke Atembeschwerden

Ist ein Patient von diesen Symptomen betroffen, rufen Sie sofort den Notarzt. Bei einem hypertensiven Notfall bedarf der Patient dringend medikamentöser Hilfe, um den Blutdruck abzusenken, der nicht selten Werte von mehr 230 zu 130 mmHg erreicht. Bis der Notarzt eintrifft, sollten Sie den Betroffenen so gut es geht beruhigen.

Etwas weniger dramatisch zeigt sich die sogenannte hypertensive Krise, die dennoch zeitnaher, ärztlicher Abklärung bedarf. Die Bluthochdruck-Symptome eines hypertensiven Notfalls bleiben hier häufiger aus; auch steigen die Bluthochdruck-Werte zwar drastisch an, aber nicht so sehr, dass die Organe unmittelbar gefährdet sind.

Folgen von Bluthochdruck

Auch eine Hypertonie ohne Symptome kann sich negativ auf das Herz, die Blutgefäße, die Nieren, die Augen und das Gehirn auswirken. In der Folge sind Erkrankungen wie eine Herzinsuffizienz oder ein Schlaganfall möglich. Bei einigen Patienten wird Bluthochdruck sogar erst nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall diagnostiziert.

 

Bluthochdruck-Symptome? Ab zum Arzt!

Bei unspezifischen Symptomen ohne erkennbare Ursache sollten Sie immer eine ärztliche Abklärung anstreben. Insbesondere wenn Sie die Symptome in der Liste von Bluthochdruck-Anzeichen wiederfinden, sollten Sie einen Termin ausmachen. Noch immer entdecken viele Ärzte nur durch eine zufällige Untersuchung, dass Bluthochdruck-Werte bei einem Patienten vorliegen. Eine frühe Diagnose hilft jedoch bei der Vermeidung von Folgeerkrankungen.

 

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