Bluthochdruck

Hoher Blutdruck: Symptome erkennen

Eine Hypertonie gilt unbehandelt als hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und geschädigte Organe. Jedoch ist es knifflig, die Symptome für hohen Blutdruck zu erkennen. Bei vielen Betroffenen bleiben sie gänzlich aus, während sie bei anderen unspezifisch und sporadisch auftreten. Anhand der Bluthochdruck-Werte kann der Arzt jedoch feststellen, ob erhöhte Vorsicht geboten ist und Grund zur Annahme besteht, dass eine (dauerhafte oder wiederkehrende) Hypertonie vorliegt.

Wir verraten, wie hoher Blutdruck Symptome auslösen kann, welche das sind und wie die Diagnose beim Arzt erfolgt. Wir erklären außerdem, wie Sie den sogenannten hypertensiven Notfall und eine hypertensive Krise erkennen, die den Blutdruck rasch in die Höhe schnellen lassen.


Symptome für hohen Blutdruck 

Unspezifische Symptome bei hohem Blutdruck bergen Verwechslungsgefahr

Symptome: hypertensiver Notfall und hypertensive Krise



Hypertonie: Definition und Verlauf

Ungeachtet der Bluthochdruck-Ursachen, kann sich eine Hypertonie langsam und über einige Jahre hinweg entwickeln. Erste Bluthochdruck-Werte sprechen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wird regelmäßig ein zu hoher Wert festgestellt, ist das ein konkretes Alarmsignal und bedarf einer gezielten Behandlung.

Jedoch bemerken viele Betroffene die Bluthochdruck-Symptome erst in einem sehr späten Stadium. Zuvor waren sie in vielen Fällen monate- oder sogar jahrelang (bis auf den nicht immer bekannten Bluthochdruck-Wert) beschwerdefrei. Auch wenn die Symptome letztlich auftreten, werden diese nicht immer sofort in Zusammenhang mit einer Hypertonie gesetzt. Sie können mit Symptomen für andere Erkrankungen verwechselt werden oder sind nicht so schlimm, dass Patienten einen Arzt aufsuchen.

Das Gefährliche daran: Auch ganz ohne Bluthochdruck-Symptome können Ihre Organe und Gefäße geschädigt werden. Hoher Blutdruck ohne Symptome stellt daher eine echte Gefahr für Ihren Körper dar.


Symptome für hohen Blutdruck

Doch wie erkennen Sie die Bluthochdruck-Symptome, wenn sie da sind, und wann sollten Sie besonders aufmerksam sein? Ein Tipp vorweg: Liegen bei Ihnen genetische Einflüsse vor, sind also mehrere Personen in Ihrer Familie von einer Hypertonie betroffen, ist es wichtig, in besonderem Maße auf mögliche Symptome zu achten. Auch wenn Sie klassische Bluthochdruck-Ursachen wie Übergewicht, zu wenig Bewegung oder einen ungesunden Lebensstil bei sich wiederfinden, ist erhöhte Aufmerksamkeit wichtig.

Verspüren Sie eines oder mehrere dieser Symptome für hohen Blutdruck, sollten Sie gerade als Risikogruppe zur weiteren Abklärung einen Arzt aufsuchen:

  • Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafbeschwerden)
  • Kopfschmerzen (vorwiegend morgens)
  • Schwindel
  • Nasenbluten
  • Ohrensausen
  • Übelkeit
  • Nervosität und Unruhe
  • Müdigkeit
  • leichte Ermüdbarkeit bei Aktivität
  • gerötetes Gesicht
  • Atembeschwerden (Kurzatmigkeit)

Während einige der Symptome für hohen Blutdruck vorwiegend zu bestimmten Tageszeiten auftreten, werden andere durch die kalte Jahreszeit verstärkt. Neigen Sie gerade im Winter zu Beschwerden, ist das mitunter ein erhöhtes Alarmzeichen für Bluthochdruck.

Symptome vorwiegend vor, im und nach dem Schlaf

Viele der Bluthochdruck-Symptome sorgen für eine gestörte Nachtruhe. Bei gesunden Menschen sinkt der Blutdruck im Schlaf ab. Sind Sie jedoch von Bluthochdruck betroffen, fehlt diese Absenkung und begünstigt das Auftreten von Einschlafstörungen. Außerdem können Durchschlafstörungen auftreten; das heißt, Sie wachen scheinbar grundlos mitten in der Nacht auf und können nicht gleich wieder einschlafen.

Auch nach dem Schlaf gibt es ein typisches Symptom für hohen Blutdruck: die morgendlichen Kopfschmerzen. Diese beruhen ebenfalls darauf, dass der Blutdruck bei von Hypertonie betroffenen Personen nicht wie üblich im Schlaf absinkt. Die Kopfschmerzen, die charakteristisch für Bluthochdruck sind, sind meistens im Hinterkopf lokalisiert. Zudem sind sie am intensivsten, kurz nachdem Sie aufgewacht sind. Bei diesen Symptomen sollten Sie mögliche Bluthochdruck-Werte checken lassen.

Sonderfall: Symptome bei Bluthochdruck durch Cushing-Syndrom

Das Cushing-Syndrom ist eine der Bluthochdruck-Ursachen und verursacht noch einmal andere, spezifische Symptome. Hoher Blutdruck lässt sich bei betroffenen Patienten an einem runden Gesicht, einer veränderten Haut, einer Störung des Zuckerstoffwechsels oder an einer ausgeprägten Muskelschwäche erkennen. Weitere Symptome sind Fettleibigkeit, Veränderungen der Körperbehaarung und Zyklusstörungen bei Frauen.


Unspezifische Symptome bei hohem Blutdruck bergen Verwechslungsgefahr

Wenn Sie die Liste der Symptome für Bluthochdruck durchgehen, wird Ihnen vermutlich gleich auffallen, dass Sie die meisten Anzeichen schon von anderen Erkrankungen und Beschwerden kennen. Daher verwundert es nicht, dass so mancher von Hypertonie Betroffene seine Symptome auf eine andere Ursache als Bluthochdruck schiebt.

Verwechslung mit Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen

Die Hypertonie betrifft häufig Menschen, die sich gerade am Übergang in die zweite Lebenshälfte befinden. Wenn eine Frau an Symptomen für hohen Blutdruck leidet, verdächtigt sie daher häufig ihre Wechseljahre als Auslöser. Dass während der hormonellen Umstellungsphase Symptome wie Stimmungsschwankungen und Nervosität, Schlafprobleme, Schwindel und schnelle Ermüdbarkeit auftreten, erscheint ihnen normal und nicht als Grund zur Beunruhigung. Doch können die Symptome auch für Bluthochdruck stehen, der zudem durch die Wechseljahre begünstigt werden kann. Hormonelle Veränderungen stehen als eine der Bluthochdruck-Ursachen auf der Liste. Befinden Sie sich also vor oder in den Wechseljahren, sind regelmäßige Blutdruckmessungen beim Arzt essentiell.

Verwechslung mit Stress

Leiden Sie häufig unter beruflichem oder privatem Stress, können hoher Blutdruck und seine Symptome mit den Folgen dieser Belastung verwechselt werden. Nervosität, Unruhe, ständige Müdigkeit und Kopfschmerzen sind typische Anzeichen von einer körperlichen oder seelischen Überlastung bis hin zum Burnout. Doch auch Stress gilt als eine der Bluthochdruck-Ursachen. Sie sollten daher prüfen, ob es sich bei Ihnen "nur" um stressbedingte Beschwerden oder auch um Bluthochdruck-Symptome handelt.

Verwechslung mit Nebenwirkungen von Medikamenten

Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit sind typische Nebenwirkungen vieler Medikamente. Nehmen Sie eine Arznei mit entsprechenden Angaben von Nebenwirkungen ein, könnten Sie die Symptome von Bluthochdruck somit fälschlicherweise darauf schieben. Wichtig ist aber, dass Sie nicht auf eigene Faust Medikamente absetzen, weil Sie eine Nebenwirkung vermuten. Lassen Sie Ihre Hypothese unbedingt ärztlich überprüfen, gerade wenn Sie auf das jeweilige Medikament zwingend angewiesen sind.


Symptome für Folgeerkrankungen durch hohen Blutdruck

Viele Symptome, die hoher Blutdruck auslösen kann, stehen bereits in Verbindung mit Folgeerkrankungen. So zeigen sich Organschäden infolge von unbehandeltem Blutdruck durch Symptome wie Kurzatmigkeit, Schmerzen im jeweiligen Bereich oder Empfindungsstörungen.

Haben Sie ausgeprägte Beinschmerzen, könnte die periphere arterielle Verschlusskrankheit vorliegen. Bei Brustenge und immer wieder auftretenden Herzschmerzen steht eine koronare Herzerkrankung in Verdacht, während Wassereinlagerungen und weniger Leistungsstärke für eine Herzschwäche stehen können. Auch kann sich Bluthochdruck auf die Sehleistung auswirken und für eine abnehmende Sehschärfe sorgen. Das ist vor allem bei der sogenannten hypertensiven Retinopathie der Fall. Sind durch den Bluthochdruck Gefäßverengungen aufgetreten, kann dies hingegen zu Wahrnehmungs- oder Sprachstörungen führen.


Symptome: hypertensiver Notfall und hypertensive Krise

Der hypertensive Notfall ist, wie sein Name schon verrät, ein kritischer Zustand, der sofort ärztlicher Hilfe bedarf. Es handelt sich um einen plötzlichen, krisenhaften Anstieg der Bluthochdruck-Werte. In vielen Fällen, aber leider auch nicht immer, zeigt sich ein hypertensiver Notfall anhand der folgenden Symptome:

  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Zittern
  • Lähmungserscheinungen
  • Angst und Panik
  • Nervosität und Unruhe
  • Bewusstseinsstörungen
  • Engegefühl in der Brust
  • starke Atembeschwerden

Ist ein Patient von diesen Bluthochdruck-Symptomen betroffen, rufen Sie sofort den Notarzt. Bei einem hypertensiven Notfall bedarf der Patient dringend medikamentöser Hilfe, um den Blutdruck abzusenken, der nicht selten Werte von mehr 230 zu 130 mmHg erreicht. Bis der Notarzt eintrifft, sollten Sie den Betroffenen so gut es geht beruhigen.

Etwas weniger dramatisch zeigt sich die sogenannte hypertensive Krise, die dennoch zeitnaher, ärztlicher Abklärung bedarf. Die Bluthochdruck-Symptome eines hypertensiven Notfalls bleiben hier häufiger aus; auch steigen die Bluthochdruck-Werte zwar drastisch an, aber nicht so sehr, dass die Organe unmittelbar gefährdet sind.

Durch Bluthochdruck-Werte das Problem erkennen

Bluthochdruck-Werte sind ein erstes, eindeutiges Anzeichen dafür, dass bei Patienten Bluthochdruck besteht. Auch wenn ein hoher Blutdruck ohne Symptome verläuft, können Sie diesen anhand der Werte identifizieren. Liegen diese bei 140 zu 90 mmHg oder darüber, wird der Arzt weitere Untersuchungen vornehmen und auch mögliche Bluthochdruck-Ursachen und Risikofaktoren abklären.

Folgen von Bluthochdruck

Auch eine Hypertonie ohne Symptome kann sich negativ auf das Herz, die Blutgefäße, die Nieren, die Augen und das Gehirn auswirken. In der Folge sind Erkrankungen wie eine Herzinsuffizienz oder ein Schlaganfall möglich. Bei einigen Patienten wird Bluthochdruck sogar erst nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall diagnostiziert.

Bluthochdruck-Symptome? Ab zum Arzt!

Bei unspezifischen Symptomen ohne erkennbare Ursache sollten Sie immer eine ärztliche Abklärung anstreben. Insbesondere wenn Sie die Symptome in der Liste von Bluthochdruck-Anzeichen wiederfinden, sollten Sie einen Termin ausmachen. Noch immer entdecken viele Ärzte nur durch eine zufällige Untersuchung, dass Bluthochdruck-Werte bei einem Patienten vorliegen. Eine frühe Diagnose hilft jedoch bei der Vermeidung von Folgeerkrankungen.

Diagnose

Bei Verdacht auf Bluthochdruck werden regelmäßige Blutdruckmessungen zu Hause und in der Praxis durchgeführt und deren Werte protokolliert. Auch sind weitere Untersuchungen wie Bluttests und ein EKG möglich. Ebenso wird der Arzt die Krankengeschichte prüfen und eventuelle Bluthochdruck-Ursachen erfragen, bevor die Diagnose steht.

  • Infobox: Keine Angst vorm "Weißkitteleffekt"

Meistens sind die Werte einer Blutdruckmessung in der Arztpraxis etwas höher als zu Hause. Das liegt an dem sogenannten "Weißkitteleffekt". Patienten sind in der Praxis durch die Anwesenheit des Arztes von Natur aus nervöser, sodass die Blutdruck-Werte schnell ansteigen können. Daher reicht eine einzige Messung auch nicht aus, um sicher Bluthochdruck zu diagnostizieren.

Was hilft bei frühzeitiger Diagnose?

Experten empfehlen, ungefähr ab Mitte 30 regelmäßige Blutdruckmessungen vorzunehmen. Sie können dies mithilfe geeigneter Geräte zu Hause oder auch in Apotheken sowie natürlich beim Arzt durchführen. Herz-Kreislauf-Vorsorgeuntersuchungen, zu denen auch die Blutdruckmessung gehört, werden ab einem bestimmten Alter in regelmäßigen Abständen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Wenn eine familiäre Vorbelastung vorliegt oder Sie mögliche Bluthochdruck-Ursachen wie Bewegungsmangel, Übergewicht oder einen starken Alkoholkonsum an sich feststellen, lohnt sich aber schon eine Untersuchung zu einem früheren Zeitpunkt. Vorsicht ist bei Bluthochdruck schließlich besser als Nachsicht!

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