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Diabetes

Behandlung von Diabetes

Ein Überblick

Diabetes beruht entweder auf einem Mangel an oder einer Intoleranz von Insulin. Je nachdem, welcher Typ der Erkrankung vorliegt, gibt es andere Diabetes Behandlungen. Die Stoffwechselerkrankung kann einerseits durch das Spritzen von Insulin (Behandlung bei Diabetes Typ 1) und andererseits durch verschiedene Faktoren wie die Anpassung des Lebensstils und orale Antidiabetika (Behandlung bei Diabetes Typ 2) behandelt werden. Wir zeigen Ihnen, welche Diabetes Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was Sie sonst noch gegen die Stoffwechselerkrankung und ihre Folgen tun können!

 

Wichtig bei Diabetes Behandlung:

Überprüfung der Werte

Der Diabetes Therapie liegt ein bestimmter Wert zugrunde, der den Blutzuckerspiegel anzeigt.

Diabetes Typ 1:

Bei Menschen, die an Typ 1 Diabetes leiden, ist die Überprüfung dieses Wertes mehrmals täglich entscheidend. Nur so können Sie als Betroffener die richtige Insulindosis ermitteln und die Gefahren einer Über- oder Unterzuckerung rechtzeitig erkennen. Typischerweise wird vor den Mahlzeiten berechnet, wie hoch die aktuellen Werte sind. Mithilfe der Kohlenhydrateinheiten (KE) der Speisen lässt sich dann die benötigte Insulinmenge nach dem Essen berechnen. Auch zu anderen Gelegenheiten, beispielsweise wenn der Verdacht einer Unterzuckerung besteht oder Sport getrieben wird, kann eine Messung sinnvoll sein.

 

Diabetes Typ 2:

Die Behandlung von Diabetes Typ 2 wird in unterschiedliche Stufen gegliedert. Dabei muss regelmäßig geprüft werden, ob die aktuelle Therapie anschlägt. Auch hier kommt der Wert des Blutzuckerspiegels ins Spiel. Dieser muss also nicht so häufig gemessen werden wie bei Patienten mit Diabetes Mellitus Typ 1, sondern immer dann, wenn ein Zweifel an der aktuellen Behandlungsmethode besteht oder deren Erfolg bewertet werden soll.

 

Behandlung von Diabetes Typ 1: Insulin ist lebenswichtig

Für die Diabetes Behandlung von Typ 1 kommt lediglich die Injektion von Insulin in Frage. Denn: Der Körper kann kein Insulin mehr produzieren, da durch eine Autoimmunreaktion die dafür verantwortlichen Betazellen zerstört werden. Nach und nach werden die gesamten Zellen vernichtet. Meist dann, wenn rund 80 Prozent aller Zellen zerstört sind, meldet sich der Körper mit Diabetes Typ 1 Symptomen – und die Diagnose erfolgt. Insulin ist für den Körper aber essentiell, um den Blutzuckerspiegel abzusenken und eine gefährliche Überzuckerung zu verhindern. Daher müssen Patienten mit Diabetes Typ 1 das Hormon auf andere Weise erhalten.

 

Wichtig: Diabetes Schulung als erster Schritt

Wer erfahren hat, dass er an Diabetes Typ 1 leidet, sollte unbedingt eine entsprechende Diabetes Schulung aufsuchen. Dieser gibt Aufschluss über die Vergabe von Insulin und hilft den Patienten dabei, die Krankheit und ihre Symptome zu verstehen. Auch wird auf mögliche Folgeerkrankungen eingegangen und wie sich diese bestmöglich verhindern lassen. Vor allem bei betroffenen Kindern ist diese Diabetes Schulung sehr wichtig.

 

Behandlung mit Spritzen oder Insulinpens

Um die benötigte Dosis Insulin zu erhalten, muss diese erst ermittelt werden. Das geschieht, wie beschrieben, anhand der Messung der Blutzuckerwerte und der konsumierten Kohlenhydrateinheiten. Die Injektion erfolgt anschließend mit einer Spritze oder – häufiger – mit einem Pen. Dieser verdankt seinen Namen seiner Form, die einem Füller ähnelt. Im Inneren verbirgt sich der benötigte Insulinvorrat in Form einer Patrone. Es gibt sowohl Einmalpens, die nach der einmaligen Anwendung entsorgt werden, als auch Mehrfachpens. Letztere sind deutlich häufiger im Einsatz.

 

Behandlung mit Insulinpumpe

Die Insulinpumpe „ersetzt“ die Bauchspeicheldrüse in dem Sinne, dass sie kontinuierlich kleine Insulinmengen an den Körper abgibt. So wird die Grundversorgung gesichert. Zusätzlich kann der Patient manuell Extradosen veranlassen, die beispielsweise nach Mahlzeiten notwendig werden. Die etwa handygroßen Geräte werden durch eine Kanüle und einen Schlauch mit dem Körper verbunden und in der Hosentasche oder am Gürtel verstaut.

 

Achtung: Nicht immer werden die Kosten übernommen

Die Kosten für eine Insulinpumpe werden leider nicht immer von der Krankenkasse übernommen. Diese verlangt zunächst einige Werte des Patienten und entscheidet häufig anhand der Kontinuität dieser Werte. Wer seine Werte per Insulinspritze oder Pen nicht in den Griff bekommt oder häufig Unterzuckerungen erleidet, hat größere Chancen auf die Kostenübernahme. Auch erhalten Kinder und pflegebedürftige Erwachsene die Insulinpumpe öfter als andere Betroffene.

 

Weitere Behandlung von Diabetes Typ 1

Die Behandlung von Diabetes Typ 1 muss die Insulininjektionen beinhalten, da das Insulin als lebenswichtiges Hormon im Körper fehlt und dringend extern verabreicht werden muss. Aber Sie können als ergänzende Behandlung etwas tun, um Ihr Allgemeinwohl zu verbessern und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

1. Lebensstil anpassen

Sie sollten sich regelmäßig bewegen, an die frische Luft gehen und sich gesund ernähren, um Ihr Wohlbefinden zu steigern. Gleichzeitig senken Sie beispielsweise nach sportlicher Betätigung Ihren Blutzuckerspiegel und fördern die Insulinempfindlichkeit des Körpers.

2. KE-Tabelle nutzen

Um die Kohlenhydrateinheiten der aktuellen Nahrung zu ermitteln, stehen KE-Tabellen zur Verfügung. Diese zeigen Ihnen an, wie viele Mengen eines Lebensmittels einer KE entsprechen.

 

Zusatztipp: Ihr Arzt kann Ihnen Empfehlungen darüber geben, wie viele KE pro Tag Sie zu sich nehmen sollten.

 

Behandlung von Diabetes Typ 2: Angepasster Lebensstil und orale Antidiabetika

Bei Diabetes Typ 2 liegt eine mit der Zeit erworbene Insulinintoleranz vor. Diabetiker mit diesem Typ haben zwar ausreichend Insulin im Körper, dieses kann aber nicht wie gewünscht wirken. Somit steigt auch hier der Blutzuckerspiegel an. Die Diabetes Behandlung bei Typ 2 Diabetes zielt aber nicht nur auf dessen Absenkung. Weitere Ziele der Therapie sind:

  • Folgeerkrankungen von anderen Organen zu vermeiden
  • Bei übergewichtigen Patienten: Das Gewicht zu reduzieren
  • Eine Diabetes Behandlung ohne Medikamente zu erzielen
  • Die Vergabe von Insulin zu vermeiden
  • Das allgemeine Wohlbefinden zu erhöhen

 

Behandlung ohne Medikamente: Schritt 1 bei Typ 2

Die Behandlung ohne Medikamente ist bei Diabetes Mellitus Typ 1 der erste Schritt. In vielen Fällen führen diese Diabetes Behandlungsmöglichkeiten, die auf eine Lebensstiländerung abzielen, schon zum gewünschten Erfolg. Viele Patienten sind bei konsequenter Umsetzung der Tipps nahezu beschwerdefrei und brauchen weder Medikamente noch extern verabreichtes Insulin.

1. Bewegung

Das A und O in der Diabetes Behandlung von Typ 2 ist die körperliche Bewegung. Keine Sorge: Es muss nicht gleich der Marathonlauf oder die Expedition zum Mount Everest sein! Schon tägliche Spaziergänge können Ihnen dabei helfen, gesünder zu werden. Bewegung verbessert die Insulinwirkung und senkt den Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise. Netter Nebeneffekt bei übergewichtigen Patienten: Sie werden fitter und langfristig auch schlanker.

2. Ernährung

Mit der richtigen Ernährung, die reich an Obst und Gemüse sein sollte, erzielen Sie bessere Blutzuckerwerte und eine Gewichtsabnahme. Weiterhin können Sie Ihr Immunsystem stärken und Folgeerkrankungen von Diabetes Typ 2 verhindern. Wichtig bei der Erstellung eines Diabetes Ernährungsplans ist es aber, Ihre Vorlieben und Abneigungen zu bedenken. Ansonsten wird Ihnen eine mögliche Ernährungsumstellung zu schwer fallen und Sie werfen leichter das Handtuch.

3. Ablegen von Lastern

Nicht mehr zu rauchen ist allgemein eine gute Empfehlung, vor allem aber bei Diabetikern. Da Diabetes Typ 2 bereits die Entstehung diverser Herz-Kreislauf-Krankheiten begünstigt, sollten Sie das Risiko nicht durch Rauchen weiter erhöhen. Auch ist es ratsam, weniger Alkohol zu trinken und auf starke Schnäpse zu verzichten. Diese sorgen hinsichtlich Ihres Blutzuckerspiegels nämlich für eine wahre Achterbahnfahrt!

 

Behandlung durch orale Antidiabetika: Schritt 2 bei Typ 2

Zunächst wird versucht, den Therapieerfolg durch die Behandlung ohne Medikamente zu erzielen. Ist das nicht möglich, gilt die Monotherapie mit einer Arznei als nächster Schritt. Ein orales Antidiabetikum soll dafür sorgen, dass die Überzuckerung durch den erhöhten Blutzuckerspiegel vermieden wird.

 

Folgende Medikamente/Wirkstoffe kommen in Frage:

1. Biguanide

Biguanide gelten als gut verträglich und sorgen für eine verminderte Zuckeraufnahme aus dem Darm. Gleichzeitig wird die Bildung von Zucker durch die Leber verhindert. Die Folge: Die Blutfettwerte sinken. Das wohl häufigste Medikament aus dieser Gruppe, das bei der Diabetes Behandlung eingesetzt wird, ist Metformin. Vor allem übergewichtige Betroffene erhalten diese Arznei, da sie neben all den genannten Faktoren zu einer gezielten Gewichtsabnahme beitragen kann.

2. DPP4-Hemmer

Alternativ zu den Biguaniden kommen die so genannten DPP4-Hemmer bei der Diabetes Behandlung in Betracht. Sie verhindern, dass die Inkretinhormone GLP1 und GIP abgebaut werden und erhöhen so deren Konzentration. Diese spielen bei der Bildung von Insulin eine wichtige Rolle.

3. SGLT2-Inhibitoren

Diese Medikamentengruppe sorgt dafür, die Zuckerausscheidung über den Urin zu steigern. Dadurch werden Blutzuckerwerte ebenfalls abgesenkt. Durch die vermehrte Urinausscheidung können akute Infektionen im Bereich der Genitalien auftreten. Menschen, die bereits harntreibende Arzneien einnehmen oder Patienten mit Nierenschäden dürfen die SGLT2-Inhibitoren nicht nutzen.

 

Kombinierte Therapie, wenn Monotherapie nicht anschlägt

Wenn die Monotherapie ebenfalls keine Erfolge in der Behandlung von Diabetes Typ 2 mit sich bringt, sollte über eine kombinierte Therapie nachgedacht werden. Hier kann beispielsweise ein zweites Antidiabetikum in Tablettenform verabreicht werden. Häufig kommen Inkretin-Analoga zum Einsatz, welche die Insulinabgabe im Körper anregen. Das ist bei Patienten der Fall, deren Insulinmangel zunimmt.

 

Behandlung mit Insulin: Der „letzte Ausweg“ bei Typ 2

Wenn auch die kombinierte Therapie zweier Antidiabetika nicht anschlägt, wird aufgrund des zunehmenden Insulinmangels eine Insulintherapie angestrebt. Diese unterscheidet sich nicht von der Insulintherapie bei Diabetes Typ 1. Manchmal müssen Typ 2 Diabetiker zusätzlich eines der beschriebenen Medikamente einnehmen.

Aber: Bei den meisten Patienten führen die übrigen Typ 2 Diabetes Behandlungsmöglichkeiten bereits zum gewünschten Ziel. Eine Insulintherapie ist bei dieser Variante der Zuckerkrankheit selten.

 

Tipps und Tricks rund um die Diabetes Behandlung

Sie können die Diabetes Behandlungsmöglichkeiten selbst unterstützen, indem Sie…

  • ...natürliche Inhaltsstoffe konsumieren: Gesunde Wirkstoffe aus der Natur dienen als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel, das gerade bei Diabetes Typ 2 Erfolge erzielen kann. Zu den Wirkstoffen gehören Zimt, Ingwer, Bittermelone, Kurkuma und Chrom3. Letzteres gilt als natürliche Hilfe bei Diabetes, da es die Insulinwirkung im Körper verbessern kann.
  • ...weniger Stress im Alltag zulassen: Stressreduktion erweist sich auch bei Diabetes oft als Zünglein an der Waage. Wenn Sie im Alltag gelassener werden, kommt Ihr Körper besser zur Ruhe und Sie steigern Ihr Wohlbefinden. Wie wäre es beispielsweise mit bewussten Auszeiten durch Yoga oder Meditationen?
  • …einen strukturierten Tagesrhythmus etablieren: Wenn Sie Ihre Mahlzeiten zu festen Zeiten einnehmen, unterstützen Sie einen möglichst konstanten Blutzuckerspiegel. Ein klar strukturierter Tag-Wach-Rhythmus ist bei Diabetikern generell hilfreich.

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