Grippe oder Erkältung?

Unterschiede in der Symptomatik, im Verlauf und der Behandlung

Was ist ein grippaler Infekt?

Was ist eine Grippe?

Auf einen Blick: Der grösste Unterschied zwischen Grippe und Erkältung

Behandlung von grippalem Infekt und Grippe



Auch wenn sich die Symptome ähneln oder sogar gleichen: Die echte Grippe oder Influenza wird von anderen Viren ausgelöst als eine gewöhnliche Erkältung. Während letztere durch eine Vielzahl von Erregern, beispielsweise Adeno- oder Rhinoviren, ausgelöst werden kann, handelt es sich beim Grippe-Erreger stets um die so genannten Influenza-Viren.

Die Verbreitung der Viren, welche sich für die unangenehmen Symptome von grippalem Infekt und Grippe verantwortlich zeigen, erfolgt aber auf die gleiche Art und Weise: Durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion durch die Atemluft oder verunreinigte Gegenstände. Leichtes Spiel haben die Viren vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

 

 

Was ist ein grippaler Infekt?

Bei dem Begriff "grippaler Infekt" kann schnell Verwirrung entstehen. Es handelt sich nämlich trotz des enthaltenen Wortes, das an die Grippe erinnert, nicht um die klassische Influenza. Vielmehr sprechen Mediziner meist in Bezug auf eine Erkältung von einem grippalen Infekt.

Sie müssen sich also nicht gleich erschrecken, wenn der Arzt den grippalen Infekt bei Ihnen diagnostiziert. Sie haben sich in diesem Fall wahrscheinlich "nur" mit einem der rund 100 möglichen Erreger für eine Erkältung infiziert. Dahinter steckt eine Infektion, welche die oberen Atemwege betrifft. Sie beginnt in der Regel langsam, die Symptome wechseln während des Verlaufs. Selten treten sehr viele Symptome der Erkältung zur gleichen Zeit auf.

 

Ursachen grippaler Infekt

Eine Erkältung ist ansteckend, da sich Viren für sie ursächlich zeigen, die über die oberen Atemwege verbreitet werden können. Die Viren können zudem eine gewisse Zeit auf Türgriffen und anderen unbelebten, von vielen Menschen berührten Objekten überleben und sich so recht einfach einen neuen Wirt suchen. Wenn Sie versehentlich von in der Nähe befindlichen Personen angehustet oder angeniest werden, können sich die Viren ebenfalls leicht durch die Luft übertragen. Die so genannte Tröpfcheninfektion ist dann Schuld daran, dass auch Sie eine Erkältung bekommen. Besonders leicht gelingt die Übertragung in engen Räumen mit vielen Menschen.

Hinweis: Kälte allein löst keine Erkältung aus

Wer kennt nicht die Weisheit, sich vor Erkältung zu schützen, indem Frieren vermieden wird! Vor allem, nachdem man geschwitzt hat, sollte man sich aus zugigen Bereichen fernhalten. Mit nassen Haaren in den Schnee? Da ist doch die Erkältung vorprogrammiert – wie der Name ja eigentlich schon verrät. Doch das ist ein Irrglaube. Kälte allein kann in aller Regel keinen grippalen Infekt auslösen.

Ausnahme: Wenn Sie bereits einen Erreger für die Erkältung in sich tragen (was in einigen Fällen ohne Ausbrechen der Krankheit möglich ist), kann sich dieser im Zustand des Frierens leichter gegen die Abwehrkräfte behaupten. Dadurch ist möglich, dass die Erkältung durch Kälte zum Ausbruch kommt. Der eigentliche Erreger war aber vorher schon da. Und: Der Zusammenhang zwischen Kälte und Erkältung ergibt sich meist dadurch, dass im Winter - aus diesem genannten Grund - viele Menschen betroffen sind.

 

Verlauf grippaler Infekt

Normalerweise beginnt eine Erkältung mit einem kratzenden Hals und einem allgemeinen Unwohlsein. Sie fühlen sich etwas schlapp und geschwächt, manchmal treten Kopfschmerzen auf. Diese verschwinden nach kurzer Zeit wieder und werden von den typischen Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen ersetzt. Der größte Unterschied zwischen Grippe und Erkältung wird hier schon deutlich: Bei einer Erkältung werden Sie nach und nach von Symptomen heimgesucht, bei der Grippe hingegen auf einen Schlag. Das Immunsystem wird durch den Erkältungserreger stark geschwächt. Dadurch wird im weiteren Verlauf der Weg für zusätzliche Infektionen geebnet. Bakterielle Infektionen wie eine Mittelohrentzündung gehören daher zu den typischen unangenehmen Zusätzen bei einer Erkältung. Normalerweise heilt die eigentliche Infektion aber binnen weniger Tage bis Wochen aus, sofern Sie sich in dieser Zeit ausreichend schonen.

 

 

Erkältung: Symptome

Ob leichte oder starke Erkältung: Wie eine Grippe ist ein grippaler Infekt ansteckend und unangenehm. Typische Symptome sind

  • Heiserkeit
  • Halskratzen
  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit/Schlappheit

Selten tritt eine Erkältung mit Fieber auf - eine erhöhte Temperatur kann jedoch durch das geschwächte Immunsystem durchaus auftreten. Oft sind die Symptome zeitversetzt, wodurch eine Erkältung den Alltag weniger stark beeinträchtigt als die Influenza.

 

Was ist eine Grippe?

Die Grippe überrascht Betroffene anders als der grippale Infekt meist einen Tag nach der Infektion mit starken Krankheitszeichen. Dabei treten verschiedene Symptome gleichzeitig und in hoher Intensität auf. Wie bei einer starken Erkältung kann es zur erhöhten Temperatur kommen, aber auch zu Fieber. Das ist eines der wichtigsten Merkmale zur Unterscheidung zwischen grippalem Infekt und Grippe.



 Ursachen für eine Grippe

Wie auch Erkältung, wird die Grippe durch Viren ausgelöst und auf andere Menschen übertragen. Wer sich mit der Influenza infiziert hat, ist selbst rund eine Woche lang ansteckend und kann den Erreger leicht verbreiten. Auch hier sind Tröpfcheninfektionen oder die indirekte Schmierinfektion über verunreinigte Gegenstände Schuld.



Verlauf der Grippe

Wie auch ein grippaler Infekt dauert eine Grippe meist einige Tage bis eine Woche lang an, wenn das Immunsystem des Patienten intakt ist. Viele Betroffene merken davon nichts: Sie sind symptomfrei oder fühlen sich maximal leicht erkältet. Nur bei wenigen Grippe-Patienten kommt es zu einem schweren Verlauf. Dieser beginnt mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl, das schon rund einen Tag nach der Infektion auftritt.

Alle Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und Frösteln treten dabei – anders als bei der Erkältung – gleichzeitig auf. Bei Risikogruppen oder sehr aggressiven Virustypen droht ein schwerwiegender Grippeverlauf, der sogar lebensbedrohlich werden kann.



Risikogruppen

Besonders riskant ist eine Grippe für Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz- oder chronischen Lungenerkrankungen sowie immunsupprimierten Menschen (z. B. nach Transplantation oder Chemotherapie). Das Immunsystem arbeitet bei diesen Personengruppen in der Regel nicht so gut wie bei anderen. Auch in der Schwangerschaft oder bei Betroffenen ab 65 Jahren kann eine Grippe schwerwiegender verlaufen oder Komplikationen mit sich bringen.

 

Influenza: Symptome

Eine Grippe verfügt, ähnlich wie eine Erkältung, über Symptome, welche die oberen Atemwege betreffen. Dazu gehören:

  • Heiserkeit
  • Halskratzen
  • Halsschmerzen
  • Husten

Schnupfen ist seltener ein Problem bei der Grippe, dafür kann die Nase rinnen. Weitere Symptome, die bei Erkältung und auch bei der Grippe auftreten können, sind:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit

Bei der Grippe kommen meist jedoch noch Übelkeit, Schüttelfrost, tränende Augen oder starke Gliederschmerzen hinzu. Charakteristisch ist auch Fieber: Eine Körpertemperatur von 38,5°C und mehr spricht für eine Influenza.

 

Saison als Hilfe zur Diagnose von Grippe oder Erkältung

Fragen Sie sich, ob Sie sich bei einem grippalen Infekt angesteckt haben oder Sie die Influenza erwischt hat, lohnt häufig ein Blick in die Zeitung oder das Internet. Akute Grippewellen werden dort thematisiert.

Leben Sie in einer Region, in der schon einige Influenza-Fälle aufgetreten sind, ist das Risiko hoch, dass auch Sie von den Viren betroffen sind. Auch der Arzt kennt natürlich die aktuelle Lage und wird daher besonders aufmerksam sein, wenn eine Grippewelle besteht.


Auf einen Blick: Der grösste Unterschied zwischen Grippe und Erkältung

Die Schwere des Verlaufs und die Intensität der Symptome verraten häufig schnell, um welchen Erreger es sich handelt. Treten die Symptome erst nach und nach und in milder Ausprägung in Erscheinung, ist ein grippaler Infekt wahrscheinlicher als die Grippe. Auch liegt bei einer Erkältung selten die Körpertemperatur über 38,5°C. Fühlen Sie sich sehr müde und schlapp, leiden unter Gliederschmerzen, aber haben dafür weniger Probleme mit Schnupfen? Dann ist die Grippe eher als eine Erkältung für Ihre Symptome verantwortlich.

 

Selbsttest: So merken Sie den Unterschied zwischen Grippe und Erkältung

Leiden Sie wahrscheinlich an der echten Influenza oder haben Sie Glück im Unglück und wurden "nur" von einem grippalen Infekt heimgesucht? Unsere acht Fragen können eine erste Orientierung bieten.

  • Kamen die Symptome plötzlich, quasi über Nacht?
  • Setzten mehrere Symptome gleichzeitig ein?
  • Haben Sie starke Gliederschmerzen?
  • Schoss die Körpertemperatur ohne Vorwarnung in die Höhe?
  • Sind Temperaturen von 38,5°C oder mehr gemessen worden?
  • Leiden Sie an Übelkeit?
  • Haben Sie starke Kopfschmerzen?
  • Fühlen Sie sich sehr schwach und körperlich angeschlagen?

Wenn Sie die meisten Fragen mit Ja beantwortet haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um die "echte Grippe" handelt. Sie sollten jedoch für die genaue Diagnose einen Arzt aufsuchen, denn die Selbstdiagnose kann diese natürlich nicht ersetzen.



Behandlung von grippalem Infekt und Grippe

Sowohl die Grippe als auch ein grippaler Infekt sind ansteckend – schon allein deshalb sollten Sie in Zeiten von Grippewellen große Menschenmengen vermeiden. Zudem mindern Sie so das Risiko für weitere Infektionen, wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist. Körperliche Schonung und eine hohe Flüssigkeitsaufnahme sind sowohl bei einer Erkältung als auch bei der Grippe das A und O. Vor allem, wenn Sie an einer Erkältung mit Fieber oder erhöhter Temperatur leiden und viel schwitzen, sollten Sie ausreichend Wasser oder Tee trinken. Eine starke Erkältung profitiert zudem von Hausmitteln wie dem Inhalieren oder dem Genuss von beruhigenden Tees, die Hustenreiz und Halsschmerzen lindern. Geeignete Tees sind etwa Spitzwegerich, Malve oder Kamille. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen heilen Erkältungen und auch die Grippe von allein wieder aus. Viele Patienten einer leichten Grippe sind bereits nach wenigen Tagen schon wieder auf den Beinen, die Symptome bei Erkältung nehmen nach spätestens sieben Tagen ab. Auch die Grippe ist bei einem stabilen Immunsystem in der Regel nach wenigen Tagen überstanden.

 

 

Vorbeugung von grippalem Infekt und Grippe

Um einer Erkältung oder einer Grippe aus dem Weg zu gehen, ist ein gestärktes Immunsystem unabdingbar. Ein großer Teil unserer Immunabwehr beginnt bereits in unserem Darmtrakt, auf das wir in unserem Ratgeber Darmgesundheit Mikrobiom im Detail eingehen. Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C, Zink und Selen unterstützen den Aufbau und den Erhalt des Immunsystems, genauso wie Honig, Blütenpollen sowie Geleé Royal positive Eigenschaften für eine funktionierende Abwehr nachgesagt wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt stellt regelmäßiges und vor allem richtiges Händewaschen dar: 20-30 Sekunden sollten Sie Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen, um Keime von der Haut zu entfernen. Ansonsten gilt: Hände aus dem Gesicht! Dadurch laufen Sie nicht Gefahr, sich Keime und Viren in Augen, Mund oder Nase zu reiben. Die Verwendung eines Nasensprays mit Kochsalzlösung pflegt die empfindliche Nasenschleimhaut und stärkt dadurch die Barrierefunktion der Nase. Der Vorteil dieser Art von Nasensprays liegt darin, dass sie langfristig angewendet können ohne abhängig zu machen.

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