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Hautprobleme

Hautprobleme und sorgfältige Hautpflege

Die Neurodermitis, eine vor allem in westlichen Ländern häufig auftretende Hauterkrankung, zeigt sich überwiegend durch Symptome wie juckende und nässende Hautekzeme und andere Irritationen. Während sie bei Säuglingen und Kindern oft von vorübergehender Natur ist, werden Erwachsene meist von wiederkehrenden Schüben geplagt. Die Krankheit kann dabei verschiedene Körperstellen betreffen: Häufig zeigt sich die Neurodermitis an den Händen, der Kopfhaut (bei Babys) oder in den Armbeugen. Mit einer angepassten Lebensweise und der richtigen Hautpflege können Betroffene aber etwas gegen die starken Beschwerden tun, die mit einem Neurodermitis-Schub meist unweigerlich einhergehen.

 

Was ist eigentlich die Neurodermitis?

Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine Hauterkrankung, deren Symptome auf einer dauerhaften (= chronischen) Entzündung beruhen. Diese kann entstehen, weil die äußere Hautschicht, die eigentlich als Schutzschicht vor Krankheitserregern dienen soll, beeinträchtigt ist.

Das wiederum basiert vermutlich auf einer Genveränderung, welche die Zusammensetzung der körpereigenen Hautfette beeinflussen kann. Auch die fehlerhafte Bildung eines speziellen Eiweißes kann dafür sorgen, dass die Haut nicht ausreichend vor Krankheitserregern geschützt wird und übertrieben empfindlich auf bestimmte Reize reagiert.

Auch mit Medikamenten ist Neurodermitis nicht heilbar; die Krankheit kann allerdings durch eine angepasste Lebensweise eingedämmt werden. Weiterhin helfen die Ermittlung und anschließende Vermeidung von „Triggern“ dabei, schmerzhafte und mit Juckreiz verbundene Schübe zu vermeiden.

 

Ursachen von Neurodermitis

Eine eindeutige Ursache für Neurodermitis ist nicht bekannt; vielmehr gehen Experten davon aus, dass es sich um ein Zusammenspiel aus verschiedenen Aspekten handelt. Eine Rolle sollen genetische Faktoren spielen, welche die Hautschicht so verändern, dass sie empfindlicher auf externe Reize reagiert. Diese Reize stehen auf der anderen Seite der Neurodermitis-Ursachen bei Erwachsenen, aber auch bei Kindern.

 

Trigger vs. Auslöser von Neurodermitis

Unterschieden wird zwischen eindeutigen Neurodermitis-Auslösern und so genannten Triggern, welche bei Betroffenen einen Schub mit den charakteristischen Symptomen verursachen.

 

Neurodermitis-Ursachen bei Erwachsenen

Die genetische Komponente ist bei Neurodermitis relevant, da durch Genveränderungen ein wichtiges, körpereigenes Eiweiß nur noch in geringer Menge produziert werden kann. Dieses schützt eigentlich die Haut vor Krankheitserregern. Da durch das fehlende Eiweiß die Hornschicht der Haut beeinträchtigt ist, reagiert sie deutlich empfindlicher auf Umwelteinflüsse. Sie kann schneller austrocknen und sich beispielsweise durch bestimmte Textilstoffe oder die Ablagerung von Pollen entzünden.

Von einer Genveränderung betroffene Erwachsene erfahren häufig einen Neurodermitis-Schub, wenn sie

  • eine übertriebene Hygiene betreiben, beispielsweise oft die Hände waschen und so die Haut austrocknen und reizen,
  • die Klimazone wechseln, da vor allem starke Wärme oder eine hohe Luftfeuchtigkeit die Haut herausfordern können,
  • in Kontakt mit Allergenen geraten, beispielsweise Pollen, die sich auf der Haut absetzen und dort aufgrund der beeinträchtigten Hautschicht eine Entzündung auslösen können – oder auch bestimmte Nahrungsmittel, die von innen wirken,
  • an Stress leiden, da Stress eine der Ursachen von Neurodermitis sein und ihre Symptome begünstigen kann. Umgekehrt wirkt sich auch die Symptomatik auf die Psyche aus.

 

Neurodermitis-Ursachen bei Kindern

Auch bei Babys und Kindern tritt die Neurodermitis oft in Erscheinung. Die Besonderheit: Sind Säuglinge oder Kleinkinder betroffen, verwächst sich die Erkrankung oft noch mit der Zeit. Dennoch gibt es Risikofaktoren und Neurodermitis-Ursachen bei Kindern, die es zu vermeiden gilt. So sollten Sie schon während der Schwangerschaft auf eine ausgewogene Ernährung achten und nicht rauchen. Eine möglichst lange Stillzeit kann Ihr Kind vor dem Ausbruch der Erkrankung schützen. Besteht das erhöhte Risiko einer Erkrankung durch betroffene Eltern, sollten Sie außerdem auf eine hypoallergene Ernährung des Kindes setzen. Weiterhin kann bei sehr trockener Haut eine reichhaltige, auf den Nachwuchs abgestimmte Pflege, helfen, einen Schub oder den generellen Ausbruch der Erkrankung zu vermeiden. Neurodermitis-Ursachen der Psyche können auch bei Kindern auftreten. Durch Stress neigen sie dazu, sich häufiger (unbewusst) zu kratzen. Umgekehrt ist bei betroffenen Kindern und Jugendlichen typisch, dass die Neurodermitis Stress und psychische Beschwerden begünstigt. Der nächtliche Juckreiz kann vom Schlafen abhalten und so für Stress sorgen. Im Jugendalter auftretende Neurodermitis führt außerdem oft zu Hänseleien, die sich wiederum negativ auf die Psyche und das Selbstbewusstsein auswirkt.

 

Symptome von Neurodermitis: Gesicht und Körper in Mitleidenschaft

Die Erkrankung Neurodermitis selbst geht kaum mit Symptomen einher. Allerdings sind es ihre einzelnen Krankheitsschübe, die Patienten zu schaffen machen. Während der beschwerdefreien Zeit werden Betroffene wahrscheinlich außer einer trockenen Haut nichts Ungewöhnliches bemerken. Die Symptome eines Neurodermitis-Schubs hingegen können gravierend sein. Sie unterscheiden sich in Ausprägung und Lokalisation nach dem allgemeinen Befinden, aber auch nach dem Alter des Patienten. Alle Altersgruppen können von den charakteristischen Anzeichen betroffen sein, an denen Sie eine Neurodermitis erkennen:

  • gerötete, geschuppte Hautstellen
  • nässende Ekzeme
  • Hautveränderungen (z.B. dickere oder stärker pigmentierte Haut)
  • Juckreiz

Die Neurodermitis Symptome bei Erwachsenen sind dabei stärker ausgeprägt als bei Babys und Kindern. Auch sinkt mit steigendem Alter die Chance, dass künftig keine Schübe mehr auftreten und die Betroffenen somit beschwerdefrei bleiben.

 

Neurodermitis Symptome: Beim Baby im Gesicht

Die (beginnende) Neurodermitis beim Baby zeigt sich vor allem durch klassische Neurodermitis Symptome im Gesicht. Ein nässendes Ekzem in Mundnähe oder die als „Milchschorf“ bekannte, weiß-gelbe Schuppenkruste sind typische Anzeichen. Das letztgenannte Indiz für Neurodermitis ist an der Kopfhaut häufig zu finden. Wichtig zu wissen ist aber: Milchschorf allein kann völlig ohne anschließende Neurodermitis auftreten. Kommen allerdings Symptome wie lokale Hautveränderungen hinzu, welche die Haut des Babys an manchen Stellen deutlich dunkler oder heller als gewöhnlich erscheinen lassen, sollten Sie aufmerksam werden.

Neurodermitis Symptome: Beim Kind im Arm- und Kniebereich

Die Neurodermitis Symptome beim Kind verlagern sich vom Gesichts- und Kopfhautbereich in den Nackenbereich. Außerdem sind die Hautveränderungen vermehrt in den Armbeugen und Kniekehlen sichtbar. Wer als Baby und Kind an Neurodermitis leidet, hat außerdem reelle Chancen, im Erwachsenenalter von der Hauterkrankung verschont zu bleiben.

 

Neurodermitis Symptome: Beim Erwachsenen verteilt

Beim Erwachsenen sind Neurodermitis Symptome fast an jeder Körperstelle möglich. Allerdings gibt es auch hier Bereiche, die vermehrt von Ekzemen betroffen sind. Dazu zählen die Handgelenke, wie bei Kindern Armbeugen und Kniekehlen, aber auch wieder das Gesicht. So können sich Neurodermitis-Symptome an den Augen zeigen, die entweder für eine doppelte Falte unter dem Augenlid sorgen oder ein schmerzhaftes Ekzem in Augennähe verursachen. Manchmal ist auch beides der Fall. Ältere Erwachsene können zusätzlich von Magen-Darm-Beschwerden geplagt werden, darunter Durchfall, Bauchschmerzen, Völlegefühle oder Blähungen. Auch eingerissene Lippen und Mundwinkel sowie Schmerzen im Rachenbereich sind im höheren Alter typische Symptome, an denen Sie Neurodermitis erkennen.

 

Neurodermitis im Gesicht: Empfindliche Hautpartie

Nicht nur bei Babys kann Neurodermitis im Gesicht auftreten. Aufgrund der empfindlichen Hautregion sind auch Erwachsene von Gesichts-Neurodermitis manchmal betroffen. Gerade die Augenpartie kann auf Entzündungen mit Schwellungen, Rötungen oder kleinen Bläschen reagieren. Durch den fehlenden Schutz vor äußeren Einflüssen ist Neurodermitis im Gesicht ein häufiges Problem bei starken Schüben. Das Perfide an der Gesichts-Neurodermitis: Sie ist für jeden gut sichtbar, was zur Herausforderung von Betroffenen wird. Die Neurodermitis im Gesicht lässt sich schlecht bis gar nicht verbergen und sorgt somit bei einigen Patienten für ein mangelndes Selbstwertgefühl bis hin zu Depressionen. Viele Betroffene ziehen sich aus dem Alltag zurück und vereinsamen infolge ihrer Erkrankung. Daher ist eine rasche Behandlung von Neurodermitis im Gesicht wünschenswert.

 

Diagnose von Neurodermitis: Krankengeschichte und Tests

Die Diagnose Neurodermitis kann nur der Arzt stellen. Dafür wird die Krankengeschichte des Betroffenen beleuchtet. Fragen über die Art der auftretenden Hautirritationen, seit wann sie bestehen und welche Körperstellen betroffen sind, können zu einer ersten Einschätzung verhelfen; ebenso die Frage nach Verwandten, die Neurodermitis oder eine ähnliche Erkrankung haben. Hinzu kommt eine genaue Untersuchung der betroffenen Körperstellen.

Weißer Demographismus als Test

Der Arzt kann außerdem durch einen speziellen „Neurodermitis-Test“ prüfen, ob die Hauterkrankung vorliegt. In diesem Fall streicht er mit viel Druck über die Haut des Patienten, die bei einem gesunden Menschen rot wird. Wenn die Stelle allerdings stattdessen weiß wird, ist das ein Anzeichen für die Hauterkrankung Neurodermitis.

 

Neurodermitis behandeln

Wenn die Erkrankung tatsächlich vorliegt, kommt unweigerlich die Frage auf: Was hilft gegen Neurodermitis an Händen, Armbeugen und Co? Die Antwort auf die Frage ist ernüchternd: Langfristig leider gar nichts. Doch sind Betroffene den Folgen der Krankheit nicht machtlos ausgeliefert. Vielmehr gibt es Hausmittel zur Behandlung von Neurodermitis, die Linderung von Symptomen wie Juckreiz und geröteten Hautstellen versprechen. Durch die gezielte Neurodermitis Behandlung, die in schweren Fällen auch mit Medikamenten wie Cortison erfolgt, lassen sich auch Folgen wie Hautinfektionen durch Pilze vermeiden.

 

Neurodermitis Behandlung bei Erwachsenen

Je nach Schwere und Stadium der Erkrankung unterscheidet sich die Neurodermitis Behandlung bei Erwachsenen.

1. Hausmittel bei Neurodermitis in Gesicht und Körper

In Frage kommen einerseits homöopathische Mittel zur Neurodermitis Behandlung, beispielsweise mit Wirkstoffen wie Stiefmütterchenkraut oder Kamillentee. Diese werden abgekühlt zur Zubereitung von nassen Wickeln genutzt, welche auf die gereizten und entzündeten Hautstellen gelegt werden. Diese homöopathische Behandlung von Neurodermitis kann im Gesicht und am ganzen Körper erfolgen. Ebenso kann eine Auflage, die in Rote Bete Saft getunkt wurde, oder eine Maske aus Heilerde Wunder wirken. Letztere ist besonders für die Behandlung von Neurodermitis im Gesicht geeignet. Hausmittel gegen den Juckreiz von Neurodermitis sind kühlende Wirkstoffe wie Schwarzer Tee, der überdies durch Gerbstoffe die Abheilung von nässenden Ekzemen fördert.

2. Medikamente gegen die Hauterkrankung

Andererseits kann die medikamentöse Behandlung von Neurodermitis in schweren Fällen notwendig werden. Die entzündeten Stellen werden dann beispielsweise mit einer cortisonhaltigen Creme behandelt. Auch der Einsatz von Antihistaminika, die eine für zahlreiche Schübe ursächliche Allergie therapieren, ist möglich.

3. Die Lichttherapie im Einsatz gegen Neurodermitis

Weiterhin gibt es die Möglichkeit einer so genannten Lichttherapie, bei der entzündete Hautstellen mit einem Blaulicht beleuchtet werden. Das soll langfristig den Juckreiz lindern und die Entzündung eindämmen – ist aber noch eine relativ junge Methode.

4. Neurodermitis Heilmittel aus dem Küchenschrank

Viele Hausmittel gegen Neurodermitis haben Sie sicher schon zuhause im Schrank. Dazu gehören Quark und Joghurt. Sie können dieses Hausmittel gegen Neurodermitis im Gesicht und an allen anderen Körperstellen beruhigt als Maske anwenden. Die enthaltenen Fette lindern durch ihren kühlenden und feuchtigkeitsspendenden Effekt den Juckreiz. Ein weiteres Hausmittel gegen Neurodermitis, das Sie vielleicht schon daheim haben, ist Apfelessig. 1:1 mit Wasser verdünnt, tragen Sie dieses vorsichtig tupfend auf die betroffenen Hautstellen auf.

 

Hautpflege bei Neurodermitis als das A und O

Alle Betroffenen sollten überdies – unabhängig von der Schwere der Erkrankung – auf eine angepasste Hautpflege setzen. So manche sorgfältig aufgetragene Neurodermitis Creme erspart eine weitere Behandlung und die Frage danach, was bei Neurodermitis hilft. Wird die Creme regelmäßig, also auch in symptomfreien Phasen, angewendet, kann sie schlimmen Schüben gegenüber vorbeugend wirken. In Frage kommen bei Erwachsenen Neurodermitis Cremes mit Inhaltsstoffen wie Urea und Gerbstoffen oder reichhaltige Emulsionen mit Öl. Zur Vorbeugung von Schüben und auch zur akuten Behandlung eignet sich die Lavian dermal Creme mit Guajak, die speziell für die Bedürfnisse empfindlicher Haut entwickelt wurde. Sie schenkt trockener Haut Feuchtigkeit und hilft geschädigter und strapazierter Haut bei der Regeneration. Abhängig vom Zustand der Haut (nässende Ekzeme / schuppige Haut / sehr trockene Haut) sollte außerdem ein zu Ihnen passendes Produkt ausgewählt werden. Auch empfiehlt sich in einigen Fällen, dieses regelmäßig zu wechseln, da die Wirkung mit der Zeit nachlassen kann. Eine Ausnahme bildet die Gesichtscreme bei Neurodermitis: Hier sollten Sie lieber bei einer Pflegeserie bleiben, damit sich die empfindliche Gesichtshaut nicht immer wieder neu an Produkte gewöhnen muss. Empfehlenswert sind für das Gesicht Inhaltsstoffe wie rückfettendes Nachtkerzen- oder Arganöl, außerdem die beruhigende Süßwurzel und schmerzlinderndes Schwarzkümmelöl. Verzichten Sie aber bei Neurodermitis auf eine Creme für das Gesicht, welche über Parabene oder Parfumstoffe verfügt. Diese sorgt rasch für weitere Reizungen und neuerlichen Juckreiz.

 

Neurodermitis Behandlung bei Babys und Kleinkindern

In der Neurodermitis Behandlung beim Baby oder Kleinkind sollten ebenfalls vorwiegend passende Cremes angewendet werden. Verzichten Sie aber auf die Anwendung von Cremes mit Urea, da der Wirkstoff Babys Haut reizen kann. Besser sind speziell auf den Säugling oder das Kleinkind abgestimmte Salben und Neurodermitis Heilmittel wie Quarkwickel. Wie auch bei Erwachsenen können diese und andere feuchte Wickel den Juckreiz lindern. Achten Sie aber darauf, dass sie nicht zu kalt sind. Im Zweifelsfall sollten sie in ein trockenes Tuch gewickelt und erst dann auf die betroffenen Hautstellen gelegt werden.

 

Neurodermitis: Neben Hausmittel-Tipps zählen richtige Verhaltensweisen

Ob im Gesicht, im Nacken oder an den Händen: Neurodermitis und ihre Symptome lassen sich nicht nur durch Hausmittel, sondern auch durch angepasste Verhaltensweisen lindern. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Duschen statt Baden: Vermeiden Sie ausgiebige, heiße Bäder und setzen Sie stattdessen auf eine kurze Dusche. Weiterhin sollten Sie sanfte Pflegeprodukte verwenden – am besten mit einem hohen Ölanteil, wenn Ihre Haut sehr trocken ist.
  • Nächtliches Schwitzen vermeiden: Ein angenehm gekühltes Schlafzimmer vermeidet das Schwitzen im Schlaf, welches die Symptome von Neurodermitis verstärken könnte.
  • Weiche Kleidung tragen: Der kratzige Wollpullover sollte bei Neurodermitis verbannt werden – stattdessen eignet sich weiche Baumwolle besser. 
  • Richtigen Beruf wählen: Manche Berufsgruppen sind eher ungeeignet, wenn Sie an Neurodermitis leiden. Wenn möglich, vermeiden Sie einen Beruf, der den häufigen Einsatz von Reinigungsmitteln bedingt. Auch ein Job in der Tierpflege kann unpassend sein, falls eine Tierhaarallergie vorliegt.
  • Haut nicht überstrapazieren: Nach dem Baden oder Duschen sollten Sie sich nicht hektisch mit dem Handtuch abrubbeln, sondern sanft abtupfen.

 

Ernährung bei Neurodermitis: Wenig Zucker und viel Obst?

Ob die Ernährung bei Neurodermitis eine Rolle spielt? Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Denn so mancher Neurodermitis Patient kann problemlos alles essen und trinken – während ein anderer auf Milch, Zucker oder Nüsse sofort mit einem Schub reagiert. Hilfreich bei der Suche nach geeigneten Lebensmitteln ist einerseits eine Ernährungstabelle. Diese gibt Aufschluss darüber, welche Lebensmittel allgemein gut und weniger gut vertragen werden. Sie finden diese Tabelle für die Neurodermitis Ernährung in einem separaten Ratgeber auf unserer Seite. Andererseits kann ein Ernährungsplan bei Neurodermitis helfen, der bekannte „Trigger“ aus dem Alltag streicht. Allgemein ist die Regel, dass Zucker in der Neurodermitis Ernährung gestrichen werden sollte, aber ebenso überholt wie der pauschale Rat zu häufigem Obstkonsum. Denn sowohl zu viele Süßigkeiten als auch die Wahl des „falschen“, also vielleicht für den Körper zu sauren, Obstes können einen Schub begünstigen. Richtig ist, dass eine wenig einseitige, also ausgewogene Ernährung, bei Neurodermitis für Erwachsene und Kinder gleichermaßen empfehlenswert ist. Diese Empfehlung gilt aber auch unabhängig von der Erkrankung für gesunde Menschen.

 

Lebensmittel, die Sie bei Neurodermitis im Zweifelsfall meiden sollten

  • Säurehaltige Lebensmittel stehen in Verdacht, die Haut zu reizen und sollten daher bei Neurodermitis einen geringeren Stellenwert auf dem Ernährungsplan einnehmen.
  • Auch sind stark gewürzte Speisen nicht gut geeignet, wenn Sie zu Hautentzündungen neigen.
  • In Sachen Getränkewahl ist mehr erlaubt; lediglich Kaffee und Alkohol werden bei Neurodermitis schlecht vertragen, wenn sie in hohem Umfang konsumiert werden.
  • Auch Milch kann auf Neurodermitis einen schlechten Einfluss haben – der Grund dafür ist aber meistens eine Laktose-Unverträglichkeit, die per Lebensmittelallergietest diagnostiziert wird.

Für den Test gibt es mehrere Möglichkeiten: Einen Pricktest und einen Scratchtest auf der Haut sowie einen Bluttest, der bestimmte Antikörper nachweisen kann.

 

Lebensmittelallergie kann sich ändern

Wussten Sie schon, dass sich eine Lebensmittelallergie mit den Jahren verändern kann? Vor allem bei Kindern kann sich eine Unverträglichkeit gegen Milch, die Neurodermitis begünstigt, „herauswachsen“. Daher kann es nicht schaden, den Test nach zwei Jahren noch einmal zu wiederholen.

 

Individuelle Diät bei Neurodermitis

Haben Sie für die Neurodermitis Ernährung eine Tabelle entwickelt mit Produkten, die Sie vertragen und jene, die zu Hautproblemen führen? Dann ist der nächste Schritt eine individuell geplante Diät. Während akuter Schübe sollten Sie die weniger verträglichen Produkte meiden. Auch kann es sich lohnen, die Ernährung umzustellen, wenn sich die Neurodermitis durch bestimmte Produkte verbessert oder verschlechtert.

 

Ernährung bei Neurodermitis, wenn ein Baby betroffen ist

Die angepasste Ernährung bei Neurodermitis ist, wenn ein Baby betroffen ist, besonders wichtig. Denn dieses können Sie vor dem Ausbruch der Krankheit schützen, wenn Sie es als Mutter bis zum vierten oder sechsten Lebensjahr ausschließlich stillen. Anschließend sollten Sie bei Verdacht auf Neurodermitis Lebensmittel zufüttern, die als wenig allergieauslösend gelten. Für Babys gibt es spezielle, hypoallergene Nahrung.