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Herpes

Gürtelrose

Rötungen und Bläschen, die häufig streifenförmig entlang des Rückens verlaufen, sind typischen Anzeichen für eine Gürtelrose. Die Viruserkrankung wird durch Herpes-Zoster-Viren ausgelöst und kann sich über mehrere Wochen bis Monate hinziehen. Herpes zoster sollte dabei möglichst früh behandelt werden, damit die Gefahr von Komplikationen eingedämmt werden kann. Darunter fällt die so genannte Post-Zoster-Neuralgie. Die von der Gürtelrose betroffenen Nerven können geschädigt werden und somit chronische Schmerzen verursachen, die auch noch lange nach dem eigentlichen Abheilen der Gürtelrose bestehen bleiben können.

Weitere Informationen zu dem Thema Post-Zoster-Neuralgie finden Sie in unserem Ratgeber Nervenschmerzen. 

Ursächlich für die Gürtelrose ist ein Ausbruch des Varizella-Zoster-Virus, der sich vor allem als streifenförmiger Ausschlag an Rücken und Brust zeigt. Daher hat die Gürtelrose auch ihren Namen. Gürtelrose kann allerdings auch an anderen Stellen des Körpers auftreten, weshalb in selteneren Fällen auch Arme, Beine oder das Gesicht betroffen sein können.


Nur wer Windpocken hatte, kann Gürtelrose bekommen!

Beinahe jeder Mensch trägt das Varizella-Zoster-Virus in sich – nicht bei jedem muss die Gürtelrose allerdings ausbrechen. Die Erstinfektion mit dem Virus macht sich dabei in einer ganz anderen Erkrankung bemerkbar: Windpocken. Denn das Varizella-Zoster-Virus ist nicht nur für Gürtelrose (Herpes zoster), sondern auch für den Ausbruch der Windpocken (Varizellen) verantwortlich. Ist die Windpocken-Erkrankung ausgestanden, verbleiben die Herpesviren lebenslang im Körper und kommen erst bei ihrer Reaktivierung wieder an die Hautoberfläche. Das kann insbesondere dann der Fall sein, wenn das Immunsystem geschwächt ist. 

Daran erkennen Sie Gürtelrose

Der Grund für die Reaktivierung der Herpesviren liegt in einer Entzündung der Nervenbahnen. Denn an den Knotenpunkten der Nerven, den so genannten Ganglien, lassen sich die Herpesviren ungestört von den Einflüssen des Immunsystems nieder und sorgen bei einer Reaktivierung für eine entzündliche Reaktion des umliegenden Nervengewebes. Da bei einer Gürtelrose nicht nur die Haut betroffen ist, sondern auch die darunterliegenden Nerven, ist die Gürtelrose meist äußerst schmerzhaft. Übrigens ist diese Art der Herpeserkrankung nicht immer mit einem Hautausschlag verbunden – sie kann auch nur mit den typischen Nervenschmerzen einhergehen.
 
Eine aktive Gürtelrose ist ansteckend und kann je nach Ort der Ausschlags auch kompliziertere Verläufe nehmen. Gerade in der Schwangerschaft sollte sich die Frau bei den ersten Anzeichen umgehend in ärztliche Behandlung begeben.


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