Lebergesundheit

Fettleber: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung der Leberbeschwerden

Durch eine übermäßige Einlagerung von Fett in der Leber kann eine Fettleber entstehen. Dafür gibt es beispielsweise Ursachen wie Übergewicht, den häufigen Alkoholkonsum oder auch bestimmte Grunderkrankungen. Die Symptome einer Fettleber sind oftmals unspezifisch und für Betroffene nur schwer dem eigentlichen Problem zuzuordnen - unser Ratgeber soll Ihnen bei der Einschätzung helfen.

Zudem zeigen wir Ihnen Therapieansätze, die Folgeerkrankungen vermeiden können. Sobald Sie eine Fettleber vermuten, sollten Sie dies ärztlich überprüfen lassen. Nur so können Sie geeignete Therapiemaßnahmen zeitnah in Anspruch nehmen. Anderenfalls drohen eine Leberentzündung durch Fettleber (= "Fettleberhepatitis") oder die gefährliche Leberzirrhose.

 

Definition Fettleber

Ursachen und Risikofaktoren

Symptome

Behandlung


 

Definition Fettleber

Der Fachbegriff für die Fettleber lautet "Steatosis hepatis". Dabei handelt es sich um eine vermehrte Einlagerung von Fett innerhalb der Leberzellen (so genannter Hepytozyten). Es wird zwischen der alkoholischen Fettleber und der nicht-alkoholischen Fettleber unterschieden. Erstere trägt die Abkürzung "ASH" (= "alkoholische Steatohepatitis"), Zweitere wird mit dem Kürzel "NASH" (= "nicht-alkoholische Steatohepatitis") umschrieben.

Durch die erhöhte Fetteinlagerung innerhalb der Zellen der Leber können die Risiken für Lebererkrankungen wie eine Leberzirrhose oder auch Leberkrebs ansteigen.


Fettleber: Ursachen und Risikofaktoren

Stellen Sie mögliche Symptome der Fettleber an sich fest? Dann sollten Sie prüfen, ob Sie zu den Risikogruppen gehören oder Sie von möglichen Fettleber-Ursachen betroffen sind. Allgemein liegt die Erkrankungsrate bei etwa 20 bis 30 Prozent, wenn die westlichen Industriestaaten betrachtet werden. Das liegt unter anderem an der zuckerhaltigen und fettreichen Ernährung.


Fettleber-Ursache Alkoholkonsum

Zwar denken viele Menschen bei Lebererkrankungen zunächst an die Folgen von zu intensivem Alkoholkonsum, doch bei einer Fettleber ist der Alkohol nur in einigen Fällen für das Krankheitsbild verantwortlich. Trifft dies zu, spricht man von einer alkoholischen Fettleber. Diese kann durch mehrere Faktoren begünstigt werden:

  1. Bei der Entgiftung des Körpers, die infolge des Alkoholkonsums erforderlich ist, wird Alkohol in der Leber abgebaut. Dabei entstehende Nebenprodukte wie Fettsäuren können dafür sorgen, dass sich eine alkoholische Fettleber entwickelt.
  2. Alkohol wirkt sich negativ auf die Leberzellen aus und kann diese schädigen. Dadurch wird die Leber in ihrer Funktion beeinträchtigt. Auch kann das notwendige Gleichgewicht des Organs ungünstig verändert oder zerstört werden.

Infobox: Den empfohlenen, maximalen Alkoholkonsum nicht überschreiten

Das Risiko für eine alkoholische Fettleber steigt bereits ab einem Alkoholkonsum von rund 20 Gramm pro Tag bis 30 Gramm pro Tag. Maximal ein Glas Wein oder 0,75 Liter Bier sind besser nicht zu überschreiten. Bei Frauen ist die maximal empfohlene Menge sogar noch schärfer begrenzt. Generell gilt natürlich: Je weniger Alkohol Sie konsumieren, desto mehr profitiert Ihre Gesundheit – und somit auch Ihre Leber.


Ursache Ernährung

Oft ist eine Fettleber auf die Ernährung zurückzuführen. Dann handelt es sich um eine Form der nicht-alkoholischen Fettleber. Aufgrund einer fehlerhaften Ernährung tritt Übergewicht auf und/oder es liegt bereits eine Diabetes-Erkrankung vor. Haben Sie eine Figur, die besonders über eine Fettansammlung im Bauch- und Gesäßbereich verfügt, könnte das Risiko für eine Fettleber ansteigen. Diese Figur wird gemeinhin als "Apfelform" bezeichnet.

Die Faktoren Übergewicht und/oder Diabetes Mellitus Typ 2 markieren gemeinsam die häufigsten Fettleber-Ursachen in der westlichen Welt. Etwa 70 bis 90 Prozent der Menschen mit Fettleber finden die Ursache darin begründet.


Weitere Ursachen für die Fettleber

Manchmal spielt jedoch weder der Alkoholkonsum noch Übergewicht oder die Ernährung bei der Entstehung einer Fettleber eine Rolle. Genetische Faktoren oder die Einnahme bestimmter Medikamente können ebenfalls Fettleber-Ursachen sein. Nehmen Sie beispielsweise in der Hormontherapie nach Krebserkrankungen Wirkstoffe wie Tamoxifen ein, kann dies eine Verfettung der Leber begünstigen.

Auch andere Erkrankungen wie entzündliche Darmkrankheiten (z.B. Morbus Crohn), Lebererkrankungen wie Morbus Wilson oder Dickdarmentzündungen sind mögliche Auslöser. Ebenso können Operationen (etwa Dünndarmresektionen), eine Chemotherapie oder eine einseitige (Mangel-)Ernährung eine Fettleber begünstigen.

  • Sie sehen also: Die Fettleber-Ursachen gehen weit über die Möglichkeit des Alkoholkonsums oder der einseitigen, fettreichen Ernährung hinaus. Für die richtige Fettleber-Therapie ist es aber wichtig, die Ursache zu kennen.

Beschwerden bei Fettleber: Unspezifisch und doch manchmal eindeutig?

Die Beschwerden bei Fettleber sind unspezifisch – viele Menschen haben gar keine Symptome. Die Fettleber entwickelt sich somit in der Regel unbemerkt und die Risiken für Folgeerkrankungen steigen. Gehören Sie jedoch aufgrund von Übergewicht oder durch häufigen Alkoholkonsum zu einer Risikogruppe für die Bildung der Fettleber, mögen Ihnen typische Symptome vielleicht schneller auffallen. Dazu zählen:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Schwäche, Antriebslosigkeit
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Druckgefühl im rechten Oberbauch

Die Beschwerden bei einer Fettleber sollten ernst genommen und überprüft werden. Vor allem das Anzeichen des Druckgefühls im rechten Oberbauch und das Völlegefühl sollten einen Arztbesuch bedingen. Da sich die Fettleber stark vergrößern kann, übt sie Druck auf den Bauchdeckel und umliegende Organe aus – dies führt einerseits zu den Symptomen, kann aber auch weitere Krankheiten begünstigen.


Unterscheiden sich die Fettleber-Beschwerden je nach Ursache?

Die Symptome für eine Fettleber sind generell ähnlich – egal, welche Ursachen dahinter stecken und ob es sich um eine nicht-alkoholische Fettleber oder um eine alkoholische Fettleber handelt.

Doch wenn Sie beispielsweise übergewichtig sind, kommen erste Beschwerden der Fettleber oft früher zum Vorschein. Alarmzeichen sind ein dicker, schmerzender Bauch oder auch erhöhte Blutfettwerte.

Wie wird die Fettleber festgestellt?

Wenn Sie Ihren Arzt auf vorhandene Fettleber-Beschwerden und mögliche Ursachen, die bei Ihnen vorliegen könnten, hinweisen, wird wahrscheinlich eine Blutabnahme erfolgen. Auffällige Werte betreffen die Enzyme GGT, GPT und GOT. Auch können erhöhte Leberwerte bezüglich des so genannten Bilirubinwerts erkannt werden. Aber: Dadurch wird noch keine Fettleber diagnostiziert. Stattdessen wissen Sie erst einmal, dass Ihre Lebergesundheit durch einen (noch unbekannten) Faktor beeinträchtigt ist.

Weitere Untersuchungen erfolgen in der Regel mit Ultraschall, bei dem der Arzt eine durch Fetteinlagerungen heller pigmentierte Leber vorfinden könnte, sowie mit einer Tastuntersuchung, die ein vergrößertes Organ enttarnen könnte. Eindeutig nachgewiesen werden kann die Fettleber allerdings nur durch Maßnahmen wie eine Biopsie. Dafür entnimmt der Arzt mit Hilfe einer dünnen Hohlnadel eine Gewebeprobe, die zwischen zwei Rippenbögen in die Leber geführt und sofort wieder hinausgezogen wird. Trotz der sehr kurzen Punktion kann auf Wunsch des Patienten vorab ein Beruhigungsmittel für die Biopsie verabreicht werden. Unter dem Mikroskop betrachtet der Arzt die Gewebeprobe und sieht, sofern vorhanden, die Fetteinlagerungen in den Leberzellen.


Gut zu wissen: Oftmals wird Fettleber zufällig entdeckt

In vielen Fällen sind es aber nicht die Beschwerden, die eine Fettleber erkennbar machen. Stattdessen wird ein Problem mit der Leber zufällig durch ein großes Blutbild entdeckt, das der Arzt vorsorglich oder aufgrund einer anderen, vermuteten Erkrankung beauftragt hat. Auch durch Ultraschalluntersuchungen bei Baucherkrankungen wurden bereits Fettleber-Erkrankungen aufgedeckt.

 

Fettleber-Therapie: Der Kampf gegen das verfettete Organ

Sind die Ursachen für eine Fettleber geklärt, geht es an die richtige Behandlung. Diese sollte so früh wie möglich erfolgen. Dann ist die Prognose sehr gut.


Therapie der alkoholischen Fettleber

Relativ "einfach" erscheint die Therapie der alkoholischen Fettleber: Auf Alkohol sollte in diesem Fall logischerweise verzichtet werden. Doch Betroffene, die an Alkoholismus leiden, finden den Weg aus der Sucht oft nur mit Hilfe anderer. Diese in Anspruch zu nehmen, ist bei einer Fettleber und ähnlichen Lebererkrankungen essentiell. Besser ist aber natürlich, wenn Sie bereits vor Auftreten von Symptomen und Organschädigungen etwas tun, um Ihren Alkoholkonsum einzuschränken.


Therapie der nicht-alkoholischen Fettleber

Tritt die Fettleber durch Übergewicht auf, sollten Sie Ihre Ernährung umstellen. Zudem empfiehlt sich moderate Bewegung wie Nordic Walking, Jogging oder Radfahren, um langsam in Schwung zu kommen und so dem Übergewicht den Kampf anzusagen. Als Faustregel gilt für den Anfang mindestens dreimal die Woche eine halbe Stunde Bewegung.

Eine für die Fettleber gute Ernährung besteht aus ballaststoffreichen Lebensmitteln, die keine ungesunden Kohlenhydrate enthält. Verzichten Sie daher bestenfalls auf Weißmehlprodukte. Zudem sollten zucker- und fruchtzuckerhaltige Lebensmittel in der Fettleber-Ernährung gemieden werden. Als hilfreiches Lebensmittel auf dem Speiseplan erweist sich die Artischocke: Diese soll dabei helfen, Giftstoffe des Körpers leichter abzutransportieren. Einen gesunden Schutz vor Giftstoffen im Körper bietet hingegen die Avocado. Zudem können Sie mit einem Gemisch aus Zitronensaft (ohne Zucker) und Wasser in den Tag starten. Damit fördern Sie die Verdauung und auch die wichtige Arbeit der Leber.

Wenn Medikamente für die Fettleber mit verantwortlich sind, sollten Sie in ärztlicher Rücksprache prüfen, ob die Umstellung auf ein anderes Präparat möglich ist. Bei Grunderkrankungen gilt es, vorwiegend diese zu behandeln.


Mögliche Folgeerkrankungen der Fettleber

Die Folgeerkrankungen einer Fettleber können drastisch sein. Es droht beispielsweise die Gefahr, einen Diabetes Mellitus Typ 2 zu entwickeln – wenn dieser nicht schon im umgekehrten Fall die Fettleber-Ursache war. Auch eine Fettleberhepatitis und Leberzirrhose können auftreten.

Die Fettleberhepatitis ist eine durch die Verfettung der Leberzellen ausgelöste Leberentzündung. Häufig tritt sie in Folge der alkoholischen Fettleber auf. Die Entzündung kommt mit Symptomen wie Übelkeit, Fieber oder Abgeschlagenheit daher. Sie kann weiterhin, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird, in einer Leberzirrhose münden. Dabei handelt es sich um eine starke Schädigung der Leber, die diese schrumpfen, vernarben und ihre wichtigen Funktionen einstellen lässt. Das Risiko für Leberkrebs steigt.


Fazit: Rechtzeitig gegensteuern bei Fettleber

Haben Sie die Vermutung, an einer Fettleber zu leiden, ist der Gang zum Arzt unvermeidlich. Ob alkoholische oder nicht-alkoholische Fettleber: Bei einer rechtzeitigen Therapie kann die Fettleber gut behandelt werden. In vielen Fällen kommt es zu einer vollständigen Erholung der Leber und sie kann ihre wichtige Arbeit im menschlichen Körper fortführen.

Künftig können und sollten Sie durch die richtige Ernährung, viel Bewegung und einen möglichst geringen Alkoholkonsum dazu beitragen, dass die Lebergesundheit erhalten wird und das Thema Fettleber in Ihrem Alltag keine Rolle spielt. 

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