Psoriasis

Die Schuppenflechte-Behandlung – von der Hautpflege bis zur Lichttherapie

Eine chronische Hauterkrankung, die ursächlich nicht heilbar ist, stellt Betroffene oft vor eine Herausforderung: Die Schuppenflechte. Diese möglichst natürlich zu behandeln ist der größte Wunsch vieler Patienten. Zudem sollen von Symptomen begleitete Schübe durch die Schuppenflechte-Therapie verringert werden.

Wir zeigen Ihnen, mit welchen Methoden dies gelingen kann und welche wichtige Rolle die individuelle Hautpflege spielt. Zudem verraten wir, wie Sie durch einfache Veränderungen in Ihrem Alltag mitunter schon viel erreichen können, um die beschwerdefreien Phasen zu verlängern. Wir beleuchten außerdem, welche medizinischen Therapien bei schweren Fällen zur Verfügung stehen.

 


Behandlung einer Schuppenflechte

Hautpflege

Ernährung

Lichttherapie

Tipps

Behandlung einer Schuppenflechte im Überblick

Generell gibt es verschiedene Herangehensweisen, um die Symptome der Schuppenflechte zu verringern. Meistens empfehlen Ärzte eine kombinierte Schuppenflechte-Therapie, die nur in Ausnahmefällen auf Medikamente zurückgreift und sich in der Regel aus mehreren der folgenden Komponenten zusammensetzt:

  • regelmäßige Hautpflege
  • richtige Ernährung
  • Lichttherapie
  • Homöopathie und Hausmittel
  • Vermeidung der Trigger, die einen Schub auslösen (bei jedem Patienten verschieden)

Es ist derzeit noch nicht möglich, die ursächliche Erkrankung Schuppenflechte zu heilen. Die gute Nachricht ist aber, dass das Einsetzen der Schübe bei vielen Patienten durch geeignete Maßnahmen verringert werden kann. Zudem können die Symptome gelindert und beschwerdefreie Zeiten ermöglicht werden.


Die richtige Hautpflege bei Schuppenflechte

Bei einer Schuppenflechte und ihrer Behandlung ist die richtige Hautpflege das A und O und gilt als wichtige Basis zur Vermeidung von Schüben. Wichtig sind für Sie als Betroffenen vor allem zwei Aspekte:

  1. Sie müssen die richtige Hautpflege für Ihren Hauttypen finden: Nicht jedes Hautprodukt ist für jeden Patienten passend. Sie sollten bei fettiger Haut zu möglichst wasserhaltigen Lotionen greifen, während trockene Haut von Duschgelen, Cremes und Lotionen mit einem hohen Fettanteil profitiert. In der Apotheke oder bei Hautexperten können Sie sich entsprechend beraten lassen und die für Sie geeigneten Produkte finden.
  2. Sie benötigen eine Hautpflege, die direkt bei den typischen Problemen der Schuppenflechte ansetzt und sich für Menschen mit Psoriasis eignet: Die Hautpflegeprodukte sollten keinen Alkohol oder reizende Parfüm- und Zusatzstoffe enthalten. Zudem werden während eines Schubs mindestens zwei verschiedene Produkte genutzt: eines löst die Schuppenschicht, ein anderes beruhigt die Haut und lindert die Entzündung. Ergänzend dazu können Sie eine allgemeine Pflege anwenden, welche die Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt.

Produkte der Hautpflege bei Schuppenflechte richtig anwenden

Während eines Schubes sollten Sie zunächst spezielle Hautpflege für eine Schuppenflechte nutzen, welche die obere, meist silbrig-glänzende Schuppenschicht der Psoriasis löst. Dafür gibt es beispielsweise spezielle Badezusätze. Diesen sind unter anderem Wirkstoffe wie Harnstoff, Milchsäure oder Salicylsäure zugesetzt (Vorsicht: Produkte mit Salicylsäure sind für Kinder nicht geeignet). Alternativ zu den Badezusätzen gibt es auch Salben mit den genannten Wirkstoffen, die Sie auftragen und einige Minuten einwirken lassen können. Je nachdem, wo sich die Herde der Psoriasis – also geschuppte Hautstellen – befinden, empfiehlt sich auch ein Salbenwickel.

Erst dann, wenn die Schuppenschicht gelöst wurde, kommen andere Lotionen und Cremes zum Einsatz, die hautberuhigend und/oder entzündungshemmend wirken. Zudem soll das übermäßige Hautzellenwachstum, das für die Symptome der Schuppenflechte verantwortlich ist, durch bestimmte Inhaltsstoffe in den Hautpflege-Produkten gehemmt werden. Vitamin-D3- oder Vitamin-A-Abkömmlinge sind zwei Beispiele für geeignete Wirkstoffe in den Pflegeprodukten. Gelegentlich kommt auch Kortison bei der äußerlichen Anwendung zum Einsatz, sollte aber nicht auf Dauer genutzt werden. Es eignet sich eher zur Behandlung von akuten Entzündungen.

Die allgemeine Hautpflege bei Schuppenflechte sieht vor, dass Sie die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und gegen äußere Einflüsse schützen. Dazu gehört auch die Vermeidung von mechanischen Reizen. Rubbeln Sie sich also nach Bad oder Dusche nicht kräftig mit einem Handtuch ab und nutzen Sie nur weiche Badetextilien. Achten Sie auch darauf, dass die Kleidung nicht zu eng sitzt.

  • Wichtig: Bleiben Sie der Hautpflege auch außerhalb der Schübe treu, um Ihre Haut bestmöglich zu schützen und im Idealfall vor neuen Schüben zu bewahren.

Angepasste Ernährung bei Schuppenflechte

Schuppenflechte natürlich zu heilen gelingt mitunter auch über die Ernährung. So finden sich nicht nur im Internet zahlreiche Tipps bezüglich geeigneter und wenig geeigneter Lebensmittel. Meist müssen Sie jedoch selbst herausfinden, welche Ernährung bei akuter Schuppenflechte zu Ihnen passt. Während einige Patienten stark auf bestimmte Früchte reagieren und dadurch Schübe ausgelöst werden, macht anderen der Genuss des Obstes wenig aus. Ein Ernährungstagebuch kann Ihnen dabei helfen, Ihre persönlichen Lebensmittel-Trigger zu entlarven.


Empfehlenswerte Lebensmittel

Die allgemeine Empfehlung für geeignete Ernährung bei einer Schuppenflechte sieht einen möglichst hohen Omega-3-Fettsäure-Gehalt in Lebensmitteln vor. In Fisch, Leinsamen, Hanföl oder Walnussöl finden sich diese gesunden Fettsäuren, die Gefäße schützen und Entzündungen hemmen sollen. Ebenfalls liegen Sie nicht falsch, wenn Sie bei der passenden Ernährung für die Schuppenflechte auf viel Obst und Gemüse setzen. Diese Lebensmittel stärken das Immunsystem und können durch bestimmte Pflanzenstoffe gewisse Moleküle unschädlich machen, welche wiederum für Entzündungen im Körper sorgen.


Weniger empfehlenswerte Lebensmittel

Die Behandlung der Schuppenflechte durch die Ernährung sieht vor, dass Sie größtenteils entzündungsfördernde Lebensmittel meiden. Dazu gehören fettiges Fleisch und Wurst von Schwein oder Rind sowie bestimmte fetthaltige Milchprodukte. Die enthaltene Arachidonsäure kann Entzündungen im Körper fördern oder begünstigen. Möchten Sie die Schuppenflechte natürlich behandeln, sollten Sie diese Lebensmittel besser reduzieren und beispielsweise auf den Verzehr von Fleisch verzichten.

  • Tipp: Auch Übergewicht kann Schuppenflechte-Schübe auslösen oder begünstigen. Sind Sie davon betroffen? Dann empfiehlt sich eine zucker- und fettarme Ernährung, die auch dem Ausbruch eines Schubs entgegenwirken kann.

Lichttherapie als Behandlung von Schuppenflechte

In der Schuppenflechte-Behandlung führt die Bestrahlung mit UV-Licht oft zum Erfolg. Die Wirkung der Therapie kann durch Tabletten, welche die Haut besonders lichtempfindlich macht, oder spezielle Bäder mit einem Salzgehalt von mindestens 15 Prozent (Sole-Bäder) verstärkt werden. Bei einer Schuppenflechte auf der Kopfhaut werden für die gezielte Bestrahlung so genannte UV-Kämme eingesetzt. Patienten, die sich regelmäßig einer solchen Schuppenflechte-Therapie unterziehen, sollten dabei aber auf das erhöhte Hautkrebsrisiko der behandelten Stellen achten. Um dieses im Auge zu behalten, werden UV-Sitzungen in einen speziellen Pass eingetragen.

Eine Alternative zur klassischen UV-Lichttherapie ist die Lasertherapie. Diese ermöglicht es, kleine Flächen konzentriert zu bestrahlen – eine gute Option der Schuppenflechte-Therapie von kleinen, aber sehr hartnäckigen Herden. Diese Art der Schuppenflechte-Behandlung ist jedoch teurer als die UV-Lichttherapie.


Homöopathische Behandlung und Hausmittel bei Schuppenflechte

Bestimmte Globuli auf Basis der gewöhnlichen Mahonie oder Quarkwickel zum Auftragen auf den Herden der Psoriasis können ebenfalls dazu beitragen, die Schuppenflechte natürlich zu heilen und Entzündungen zu lindern. Globuli auf Basis des Indischen Wassernabels sollen hingegen dabei helfen, die Schuppenbildung zu reduzieren.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anwendung von Ölen. Mandelöl oder Nachtkerzenöl werden dabei auf die entzündete und gerötete Haut aufgetragen und leicht einmassiert. Nach einer Einwirkzeit von mehreren Minuten wird das Öl gründlich abgespült.


Vermeidung von Triggern zur Schuppenflechte-Behandlung

Einer der wichtigsten Tipps, um Schuppenflechte natürlich zu heilen, ist es, die Auslöser für die Hauterkrankung zu meiden. Typische Trigger sind beispielsweise Nikotin und Alkohol. Versuchen Sie daher, Ihren Nikotingenuss und Alkoholkonsum zu reduzieren. Bei vielen Betroffenen steckt außerdem Stress hinter so manchem Schub. Um diesen zu vermeiden, können Entspannungsmethoden wie Yoga, die progressive Muskelentspannung, Tai Chi oder auch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft helfen. Tauschen Sie sich mit anderen Patienten aus, um neue Kontakte zu knüpfen und weitere Tipps kennenzulernen. Achten Sie zudem auf eine ausgewogene Ernährung, um erneute Schuppenflechte-Schübe zu vermeiden und bewegen Sie sich regelmäßig, um Übergewicht vorzubeugen.

Manchmal sind die persönlichen Trigger aber auch an ganz anderer Stelle zu finden. So reagieren einige Patienten auf bestimmte mechanische Reize oder klimatische Bedingungen. Um die eigenen Auslöser zu enttarnen, hilft mitunter das Führen eines Tagebuchs.


Medikamente in schweren Fällen

Ist es nicht möglich, die Schuppenflechte natürlich zu behandeln, kommt in schweren Fällen eine medikamentöse Therapie in Frage. Immunmodulatoren, Biologika oder Vitamin-A-Abkömmlinge eignen sich für diese Art der Schuppenflechte-Behandlung. Erstere regulieren die Überreaktion des Immunsystems, Biologika hemmen mitunter Entzündungsprozesse. Vitamin-A-Abkömmlinge dagegen tragen dazu bei, dass sich die Schuppen der Psoriasis schneller lösen und das Zellwachstum auf ein normales Level gesenkt wird.

  • Wichtig bei Vitamin-A-Abkömmlingen: Diese Medikamente dürfen keinesfalls in der Schwangerschaft angewendet werden, da sie dem ungeborenen Kind schaden können.

Abschließende Tipps bei einer Schuppenflechte

Leider lässt sich nicht vorhersagen, welche Schuppenflechte-Therapie bei Ihnen am besten anschlägt. Die Lösung wird oft erst durch längeres Ausprobieren gefunden. Dafür haben wir noch ein paar abschließende Tipps: Einigen Patienten hilft zum Beispiel eine Auszeit vom Alltag. Tanken Sie im Urlaub neue Energie oder entscheiden Sie sich gleich für eine Kur am Toten Meer. Viele Betroffene berichten von den positiven Auswirkungen des salzhaltigen Wassers in Kombination mit der Sonne. Zudem stärken so Sie Ihren Körper und Ihre Seele und wappnen sich gegen mögliche stressbedingte Schübe.

Da sich die Schuppenflechte auch auf Ihren Stoffwechsel auswirken kann, sollten Sie diesen ebenfalls unterstützen. Das gelingt beispielsweise durch Tee aus Brennnesselblättern und Löwenzahnwurzeln und/oder Kamillenblüten und Kümmel. Nicht in Hinblick auf ihren Erfolg bewiesen, aber für einige Patienten hilfreich, zeigt sich zudem die Akupunktur. Diese zielt darauf, den mitunter quälenden Juckreiz durch die Schuppenflechte künftig zu verhindern. Allerdings dürfen Akupunkturbehandlungen nur außerhalb einer akuten Phase angewendet werden.


Fazit: Schuppenflechte-Behandlung oft wirksam

Zwar ist es nicht möglich, die Schuppenflechte ursächlich zu heilen – mit ihr zu leben muss aber kein Fluch sein. Mit einem Mix aus der richtigen Hautpflege, Ernährung und eventuell weiteren Maßnahmen wie der Lichttherapie schaffen Sie in der Regel eine gute Basis, um wiederkehrende Schübe der Schuppenflechte zu verringern. Dadurch vermeiden Sie Symptome wie eine geschuppte und gerötete Haut und können die Psoriasis im besten Fall für einige Zeit hinter sich lassen. Viele Betroffene leben dank der richtigen Behandlung sogar dauerhaft symptomfrei.

Weiterführende Informationen zu Schuppenflechte:

 

Schuppenflechte Überblick

Schuppenflechte auf der Kopfhaut

Psoriasis Arthritis

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