Innere Unruhe

Ursachen für die anhaltende Nervosität

Es gibt verschiedene Ursachen, die dazu beitragen können, dass eine langanhaltende Nervosität auftritt. Oft spielt die Psyche eine Rolle, oder die innere Unruhe ist die Folge von Stress. Manchmal sind auch innere Unruhe und Angst- oder Panikstörungen ein Thema, das Betroffenen den Alltag erschwert.

Doch gibt es noch weit mehr mögliche Gründe dafür, dass Sie eine innere Unruhe verspüren.  Die üblichsten möchten wir Ihnen in diesem Ratgeber vorstellen. Gleichzeitig verraten wir Ihnen, wer häufig von innerer Unruhe betroffen ist und in welchen Lebenssituationen ein erhöhtes Risiko für innere Unruhe bestehen kann.


Hauptursache für innere Unruhe: Stress 

Risikofaktoren für innere Unruhe



Ursachen für innere Unruhe im Überblick

Oft ist innere Unruhe bei Angst oder bestimmten, psychischen Störungen ein Thema. Doch auch komplett andere Ursachen für innere Unruhe sind möglich; beispielsweise leiden Frauen in den Wechseljahren an innerer Unruhe oder sie gehört zu einem Symptom einer körperlichen Erkrankung. Ebenfalls kann der (übermäßige) Konsum von Genussmitteln nervöse Unruhe begünstigen. In bestimmten Fällen handelt es sich sogar um die Nebenwirkung eines Medikaments.

Als charakteristische Ursache für innere Unruhe gilt jedoch Stress. Dieser sorgt dafür, dass sich Körper und Seele nicht entspannen können und der Betroffene unter ständiger Anspannung steht.


Einfluss psychischer Erkrankungen auf innere Unruhe: Angst- und Panikstörungen

Innere Unruhe, durch Angst ausgelöst, ist im ersten Moment noch nicht ungewöhnlich. Denn Angstgefühle in Kombination mit Nervosität und eventuellen, körperlichen Symptomen wie Schweißausbrüchen warnen uns vor möglichen Gefahren und lassen uns bestenfalls in Krisensituationen besonnen handeln.

Doch tritt die Angst scheinbar ohne Grund auf und bleibt auch in gefahrlosen Situationen bestehen, kann es sich um eine Angst- oder Panikstörung handeln. Diese begünstigt eine anhaltende, nervöse Unruhe und wiederkehrende Panikattacken. Dabei sind starke, körperliche Reaktionen wie Schwitzen, Herzrasen, Schwindel oder Übelkeit möglich.

Als Faustregel für die Unterscheidung zwischen normaler und krankhafter Angst gilt: Wenn die Angst spontan und anlassbezogen (zum Beispiel durch eine akute Bedrohung) auftritt und danach aber rasch wieder abebbt, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Tritt sie jedoch unabhängig von eindeutigen Auslösern inklusive Symptomen auf, sollte ein Arzt konsultiert werden.


Depressionen durch innere Unruhe oder umgekehrt?

Depressionen und innere Unruhe gehen häufig Hand in Hand. Dabei kommt oft die Frage auf, was zuerst da war. Zwar zählen depressive Verstimmungen, Depressionen und Burnout zu typischen Ursachen für innere Unruhe, sie können aber auch aus ihr folgen. Denn wer sich im Grunde nie richtig erholt, kann seinen täglichen Aufgaben nicht nachkommen oder auch simple Hobby ausüben. Das kann bei vielen Betroffenen in Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit und letztlich sogar ausgeprägten Depressionen enden.

Es ist also nicht immer eindeutig festzustellen, ob die Depression oder die innere Unruhe zuerst da war. Die gute Nachricht ist aber, dass eine Behandlung beispielsweise durch Entspannungsverfahren, Bewegung an der frischen Luft oder entsprechende Hausmittel an beiden Punkten gleichzeitig ansetzen kann.


Sind es die Hormone? Wechseljahre können innere Unruhe begünstigen

Während einige Frauen mit dem natürlichen Lebensabschnitt der Wechseljahre kaum eine Veränderung verspüren, sind andere von starken Symptomen betroffen. Typisch sind Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Nervosität und Schweißausbrüche beziehungsweise Hitzewallungen. Die Wechseljahre und innere Unruhe stehen ebenfalls in einem häufigen Zusammenhang.

Die Ursache für diese Art der inneren Unruhe liegt oft in der hormonellen Umstellung begründet. Doch nicht immer sind ausschließlich die Hormone schuld an der zunehmenden nervösen Unruhe. Befinden Sie sich in den Wechseljahren und sind von innerer Unruhe geplagt, sollten Sie dies mit Ihrem Frauenarzt besprechen.


Innere Unruhe durch andere Krankheiten

Wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung leiden, könnte innere Unruhe als Symptom von dieser ausgelöst werden. Klassischerweise steckt eine Hyperthyreose, eine Überfunktion der Schilddrüse, dahinter. Wenn zu viele Schilddrüsenhormone produziert werden, führt dies oft zu Symptomen wie Reizbarkeit, Herzrasen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen oder Nervosität.

  • Gut zu wissen: Wenn Sie in unseren Ratgeber der Anzeichen für innere Unruhe blicken, werden Ihnen diese Symptome wieder begegnen. Manchmal löst also die innere Unruhe weitere Beschwerden aus, während in anderen Fällen alle Symptome auf einer ursächlichen Erkrankung wie der Schilddrüsenüberfunktion beruhen.

Neben der Hyperthyreose können weitere Erkrankungen innere Unruhe begünstigen. Dazu zählen ein niedriger Blutdruck, ADHS bei Erwachsenen oder auch gefährliche Krankheiten wie die Lungenembolie. In Bezug auf begleitende Symptome können Sie eine Ersteinschätzung vornehmen, ob eine der Grunderkrankungen bei Ihnen möglich wäre. Die Vermutung sollte aber unbedingt von einem Mediziner überprüft werden!

  • Mögliche, zusätzliche Symptome bei niedrigem Blutdruck: Schwindelgefühle, Schwäche/Kreislaufbeschwerden, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Schlafstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen mit Tendenz zu vermehrter Traurigkeit, Antriebslosigkeit, kalte Hände, blasses Gesicht
  • Mögliche, zusätzliche Symptome bei ADHS: Nervosität, schlechte Gefühlskontrolle (emotionale Ausbrüche), Stimmungsschwankungen, bleibende Anspannung
  • Mögliche, zusätzliche Symptome bei einer Lungenembolie (Vorsicht: bei Verdacht sofort den Notarzt rufen!): kalte Schweißausbrüche, starke Brustschmerzen, Atemnot, Husten, Panikgefühle, erhöhter Puls, Herzrasen

Innere Unruhe durch Genussmittel oder Medikamente

Manche Ursachen für innere Unruhe können jedoch deutlich schneller und einfacher identifiziert werden. Der ausgeprägte Alkohol- oder Kaffeekonsum kann für spontane Nervositätsgefühle, aber auch Angst- und Panikattacken sorgen. Umgekehrt ist ebenfalls der Entzug dieser Genussmittel manchmal für innere Unruhe verantwortlich. Auch starkes Rauchen oder Nikotinentzug bringen bei einigen Betroffenen innere Unruhe als Nebenwirkung mit sich.

Zum Stichwort Nebenwirkung sollte noch erwähnt werden, dass einige Medikamente innere Unruhe als solche in der Packungsbeilage auflisten. Dazu gehören etwa stimmungsaufhellende Mittel wie Antidepressiva oder das bei Asthma angewendete Theophyllin. Wenn Sie über einen langen Zeitraum hinweg Beruhigungsmittel eingenommen haben und diese nun wieder absetzen, besteht ebenfalls das Risiko, dass innere Unruhe bei Ihnen auftritt.

Als Hauptursache für innere Unruhe gilt Stress

Trotz dieser zahlreichen, möglichen Ursachen für innere Unruhe sticht eine hervor: Stress! Wie viele Menschen wünschen sich ein stressfreieres Leben mit weniger Arbeit und festen Terminen, dafür aber mehr Zeit für die Familie, Freunde und Hobbys, die Spaß machen? Viele haben das Gefühl, dass sie sich diese Zeit nicht nehmen können, weil alle Zeitfenster bereits besetzt sind – und schon ist das Gefühl von Stress da.

Mancher Stress, zum Beispiel die termingerechte Vorbereitung einer Hochzeitsfeier, gehört jedoch zum sogenannten „positiven Stress“ (Eustress). Dieser sorgt für Motivation und Produktivität. Ganz anders sieht es beim negativen Stress (Disstress) aus, der etwa durch zu viele wichtige Aufgaben im Job ausgelöst wird. Diese Art von Stress kann schnell überfordern und auf Dauer krankmachen. Innere Unruhe und Stress stehen dabei in direktem Zusammenhang.

Wenn Ihre persönlichen Kraftreserven aufgebraucht sind, empfinden Sie feste Termine und wichtige Projekte als noch stressiger. Doch jeder Mensch muss einmal Pause machen und neue Energie tanken. Stress kann dauerhaft zu Beschwerden wie Bluthochdruck, Schlafstörungen, Kopf- oder Rückenschmerzen, Magenprobleme und einer geringeren Konzentrationsfähigkeit führen. Dadurch können Sie Ihre Aufgaben nicht mehr wie gewohnt erledigen und der Stresslevel steigt weiter.


Auslöser von Stress und dadurch bedingter, nervöser Unruhe

Stress kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise ausgelöst werden. Was einige Menschen als stressig und anstrengend empfinden, mag anderen weniger ausmachen.

Typische Stressauslöser sind beispielsweise

  • andauernder Umgebungslärm
  • Hitze im Sommer bei der Arbeit
  • Zeitdruck bei Terminen
  • Ungelöste Schwierigkeiten mit den Mitmenschen
  • Verlustangst / Verlusterfahrungen
  • Konkurrenzdenken
  • übermäßiges Streben nach Perfektion
  • körperliche Auslöser, z. B. Hunger oder Schmerzen

Weniger gefährlich sind jene Auslöser, die situationsbedingt auftreten. So mag Stress im Vorfeld einer Prüfung ganz normal sein, während das ständige Streben nach persönlicher Perfektion an kein konkretes Ereignis gebunden ist. Dadurch besteht die Gefahr, dass Stress und innere Unruhe bestehen bleiben.


Wen trifft es? Risikofaktoren für innere Unruhe

Innere Unruhe und Stress sind vor allem für Personen ein Thema, die sehr perfektionistisch veranlagt sind. Der Wunsch nach dem perfekten Ergebnis schlaucht diese Menschen. Was für den Chef völlig ausreichend ist, wird von Betroffenen wieder und wieder überarbeitet. Dieses Perfektionsdenken lässt sich meist auch auf den Alltag übertragen. So wünschen sich diese Menschen, mit allen Bekannten gut auszukommen und es ihnen möglichst immer recht zu machen. Dass dies einfach nicht möglich ist, erkennen die Personen nicht. Dadurch bauen sie sich persönlich einen zu großen Druck auf und können sich im Alltag nicht mehr entspannen. Innere Unruhe und Stress werden zum ständigen Begleiter und machen auf Dauer krank.

Ebenfalls birgt das ständige Erfahren von äußeren Reizen das Risiko, innere Unruhe zu entwickeln. Wer sich rund um die Uhr mit Computerspielen, Fernsehen und Co. beschäftigt, kann nicht wirklich abschalten und entspannen. Durch eine Reizüberflutung kann innere Unruhe auftreten.

Zu guter Letzt sind häufig Menschen von nervöser Unruhe betroffen, die in ihrem Leben schon viele negative Erlebnisse verkraften mussten. Wer beispielsweise schon einmal bei einer wichtigen Prüfung versagt hat, wird sich in der aufregenden Situation der Vorbereitung auf die nächste Prüfung immer wieder an das negative Ereignis erinnern. Dadurch steigt der Stresslevel und innere Unruhe macht sich breit.


Entgegenwirken: Keine Chance für innere Unruhe!

Wenn Ihnen eine oder mehrere der möglichen Ursachen für innere Unruhe bekannt vorkommen, ist spätestens jetzt die Zeit für eine Veränderung gekommen. Vermuten Sie eine psychische oder körperliche Erkrankung beziehungsweise die Wechseljahre als Ursache der inneren Unruhe, sollte der jeweilige Facharzt der erste Ansprechpartner sein. Überprüfen Sie auch die Packungsbeilage Ihrer Medikation darauf, ob innere Unruhe als Nebenwirkung aufgeführt ist.

Unser wichtigster Ratschlag ist jedoch: Lassen Sie mehr Ruhepausen in Ihrem Alltag zu! Denn innere Unruhe und Stress sollten langfristig nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wie Sie noch effektiver gegen innere Unruhe kämpfen können, erfahren Sie in unserem anderen Ratgeber zur Behandlung von innerer Unruhe.

Weiterführende Informationen zu Unruhe & Nervosität

Innere Unruhe Übersicht

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