Nahrungsergänzungsmittel

Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Für viele Menschen sind die kleinen und raffinierten Helferlein ein Mittel für prächtige Haare, starke Nägeln oder ein besseres Wohlbefinden – Nahrungsergänzungsmittel. Doch welche Präparate passen zu welchen Bedürfnissen? Sind Vitaminpillen oder Pulver mit Mikronährstoffen stets uneingeschränkt zu empfehlen – oder sollte bei der Einnahme etwas beachtet werden?

Wir verraten Ihnen, welche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind und welche Personengruppen von ihnen profitieren. Zudem informieren wir über wichtige Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft oder in anderen besonderen Lebenssituationen. Sie dürfen sich auf alternative Tipps für eine gesunde Versorgung mit den wichtigsten Nährstoffen und Vitaminen freuen.

 

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel sind beispielsweise Vitamintabletten, Kapseln oder Pulver, die ergänzend zum alltäglichen Speiseplan eingenommen werden können. Sie sollen Lücken schließen, die selbst eine ausgewogene Ernährung nicht immer füllen kann. Nahrungsergänzungsmittel sind in Tabletten- und Kapselform oder als Dragees, flüssig oder als Pulver erhältlich. Sie enthalten je nach Zusammensetzung wichtige Vitamine und Mineralstoffe sowie Kohlenhydrate, Eiweiße, Aminosäuren, Fette oder Pflanzenextrakte.

 

Gut zu wissen: Nahrungsergänzungsmittel werden in die Kategorie der Lebensmittel und nicht in die Kategorie der Medikamente eingeordnet. Daher sind sie in der Regel rezeptfrei erhältlich.


Beliebtheit von Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel sind vor allem in Amerika beliebt – dort sollen fast die Hälfte aller Einwohner entsprechende Präparate konsumieren. In Deutschland steigt auch die Beliebtheit der Ergänzungsmittel zum üblichen Speiseplan. In den letzten fünf Jahren verzeichneten deutsche Apotheken mit den Präparaten einen sechsprozentigen Anstieg des Umsatzes. In Zahlen ausgedrückt konsumieren etwa 28 Prozent der Deutschen Nahrungsergänzungsmittel und der diesbezügliche Umsatz betrug 2019 ganze 2,2 Milliarden Euro.

Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Bei einer gesunden Ernährung und viel Abwechslung auf dem Speiseplan ist in der Regel kein Mangel zu befürchten, der die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bedingen würde. Experten empfehlen sogar, vor dem Konsumieren entsprechender Präparate die aktuellen Blutwerte bestimmen zu lassen. Oft steckt hinter einem vermuteten Mangel etwas ganz anderes und es kommt ohne Bluttest schnell zu einer Überdosierung. Je nachdem, welches Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird, können dann Nebenwirkungen auftreten.

In einigen Fällen zeigen sich Nahrungsergänzungsmittel aber als sinnvoll. Das kann beispielsweise nach Chemotherapien oder Operationen sein, aber auch infolge einer Antibiotika-Behandlung. Derartige Situationen können schnell gewisse Mängel im Körper verursachen, die durch eine gesunde Ernährung nicht immer genug ausgeglichen werden. Es gibt allerdings bestimmte Personengruppen, die sich Nahrungsergänzungsmittel näher ansehen sollten.

1. Ältere Personen

Mit zunehmendem Alter lässt bei vielen Menschen das Hungergefühl nach und der Energiebedarf sinkt. Generell bleibt der Nährstoffbedarf trotzdem bestehen. Das Zusammenspiel dieser beider Faktoren kann eine Mangelerscheinung hervorrufen. Außerdem können bestimmte Vitamine im höheren Alter nicht mehr ausreichend verarbeitet werden, wie zum Beispiel das "Sonnenvitamin" D.

2. Menschen mit Haarausfall

Ein Nahrungsergänzungsmittel für die Haare? Das kann sinnvoll sein, wenn ein starker Haarausfall ohne eine klar erkennbare Ursache auftritt. Ein Biotin-Mangel kann sich etwa in einem Haarausfall äußern. Da Biotin nicht vom Körper selbst hergestellt wird, kann eine externe Zufuhr in diesem Fall helfen.

3. Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft werden von vielen Medizinern empfohlen. Der Grund ist der erhöhte Mikronährstoff-Bedarf einer schwangeren Frau. Vitamin D, Eisen und Kalzium können bei vorliegenden Mängeln als Nahrungsergänzungsmittel konsumiert werden. Nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch bei Frauen, die einen Kinderwunsch haben, empfiehlt sich zudem die frühe Aufnahme von Folsäure.

4. Veganer und Vegetarier

Bei Veganern und Vegetariern tritt häufig ein Vitamin-B12- oder Eisen-Mangel auf, da diese Stoffe vorwiegend in Fleisch vorhanden sind. Ein Ausgleich ist zum Beispiel durch Vollkorngetreide und Gemüse sowie Vitamin-C-reiche Lebensmittel möglich, aber nicht immer ausreichend. Kommt zu dem veganen Lebensstil eine starke sportliche Betätigung hinzu, steigt der Eisenbedarf. Nahrungsergänzungsmittel können dann mitunter sogar erforderlich werden.

5. Personen mit einem nachgewiesenen Mangel

Es gibt Erkrankungen und Beschwerdebilder, die entweder mit einem Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen einhergehen oder explizit von einer zusätzlichen Einnahme profitieren. Für letzteres gibt es so genannte „Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke“. Diese sollen die Behandlung ernährungsmedizinisch unterstützen und optimieren.

6. Raucher

Viele Raucher weisen einen Vitamin-C-Mangel auf. Der Grund ist, dass ihr Körper infolge des Rauchens durch freie Radikale belastet wird. Der Tabak  kann die Vitamin-C-Aufnahme des Körpers  zusätzlich hemmen. Ein erhöhter Vitamin-C-Bedarf von Rauchern kann beispielsweise durch den Genuss einer Paprika oder Orange ausgeglichen werden. Gelingt das nicht, sind Nahrungsergänzungsmittel auch hier ein möglicher Zusatz.

7. Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen

Je nachdem, welche Arzneien Sie einnehmen, kann sich rasch eine Mangelerscheinung einstellen. So hemmen zum Beispiel Magensäureblocker oft die Verwertung der zugeführten Mikronährstoffe. Metformin hingegen kann in der Diabetes-Behandlung einen Vitamin-B12-Mangel fördern. Die Antibabypille soll mitunter den Blutspiegel von Magnesium absenken. Wenn Sie entsprechende Medikamente einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, ob eventuell schon vorbeugend ein Nahrungsergänzungsmittel konsumiert werden soll.

8. (Dauer-)Stress

Stress, sowohl psychischer als auch körperlicher, ist ein wahrer „Vitaminfresser“. Über einen kurzen Zeitraum kann der Körper den Stress kompensieren, steht der Körper jedoch dauerhaft unter Strom, besteht ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Besonders B-Vitamine, Zink und Vitamin C sind betroffen. Zusätzlich führt Stress zu einer gestörten Verdauung und dadurch verschlechterten Nahrungsverwertung.

9. Ernährungsgewohnheiten

Natürlich spielen unsere Ernährungsgewohnheiten eine entscheidende Rolle, wie gut unser Körper mit Nährstoffen versorgt wird. Einseitige Ernährung, Fast Food und Fertigprodukte stecken meist voll mit Zucker, Fett und Zusatzstoffen, weisen jedoch eine geringe Nährstoffdichte auf. Auch eventuelle Unverträglichkeiten oder bewusster Verzicht bestimmter Nahrungsmittel können mit einer schlechteren Versorgung spezifischer Nährstoffe einhergehen. In beiden Fällen können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.

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