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Team orthim

Katja Konschak startet erneut in Südafrika

Für die Nordhäuser Profi-Triathletin Katja Konschak war die letzte Saison ein Wellenbad der Gefühle – mit einem positiven Ende.

Eigentlich wollte die Athletin des ORTHIM Triathlon Teams bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii starten, musste ihre Hoffnung darauf aber nach dem Ausstieg beim Ironman Germany in Frankfurt begraben. Dass die Saison trotzdem zu einer überaus erfolgreichen wurde, lag am Ironman Barcelona im September. Das erste Mal überhaupt gelang Konschak das Kunststück über die Langdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,105 Kilometer Laufen unter der magischen Neun-Stunden-Marke zu bleiben. Durch die gleichzeitig aufgestellte neue persönliche Bestzeit erkämpfte sie sich den vierten Platz und erste wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Ironman-Welttitelkämpfen 2018.

Über jene Langdistanz erfolgt auch der Start Konschaks in das Triathlon-Jahr 2018. Wie schon in der Vorsaison geht für die 39-Jährige die Reise nach Südafrika. Zwar hält auch in den heimischen Gefilden der Frühling langsam Einzug, den Großteil ihrer Vorbereitungen musste sie trotzdem auf dem Ergometer absolvieren. „Auch die Laufstrecken im Training wichen aufgrund von Feuchtigkeit und Glätte etwas von denen in einer normalen Ironman-Vorbereitung ab. Auf dem Rad konnte ich nur eine wirklich lange Einheit draußen absolvieren“, so Konschak. Wenigstens ein paar Trainingskilometer konnte die Vize-Europameisterin von 2016 im Freien zurücklegen, was besonders wichtig ist, da in Südafrika die Straßenverhältnisse durch den rauen Asphalt schlechter sind: „Die Vibration kann man auf der Rolle nicht simulieren, nach fünf Stunden auf dem Rad strengt das wirklich an. Deshalb war es gut, es noch mal ins Training einzubauen.“

Auch vom kürzlich gewonnenen Possenlauf Rückschlüsse auf die Form zu ziehen, ist schwierig. Anstelle von 20 Kilometern mussten die Läuferinnen und Läufer aufgrund der Witterungsbedingungen nur 16 zurücklegen. „Das Grundgefühl war gut, einen Vergleich zum Vorjahr habe ich aber nicht. Deshalb wird es auch eine kleine Überraschung, wie gut es bereits in Südafrika klappt. Ich denke, die Form ist ähnlich gut wie im letzten Jahr“, mutmaßt die zweifache Mutter.

Selbstvertrauen gibt Konschak die Gewissheit, durch ihren Vize-Europameistertitel 2016 und die neue Ironman-Bestzeit von unter neun Stunden mittlerweile zur nationalen und internationalen Spitze zu gehören. „Ich weiß, was ich zu leisten im Stande bin – auch wenn die Vorbereitung nicht perfekt lief, kann ich durch die gesammelten Erfahrungen ein gutes Rennen abliefern“, hofft Konschak, die im Juli ebenfalls erneut einen Start beim Ironman in Frankfurt anvisiert: „Mitte April kann man nicht davon ausgehen, bereits in Bestform zu sein. Irgendwo wird es Abstriche geben, die es dann bis Frankfurt zu beheben gilt.“

Im südafrikanischen Port Elizabeth trifft die Thüringerin u.a. auf die WM-Zweite Lucy Charles, Brasilien-Siegerin Susie Cheetham und ihre deutschen Landsfrauen Katharina Grohmann sowie Carolin Lehrieder. Trotzdem visiert sie wie schon 2017 mindestens einen sechsten Platz an. „Ich denke, es wird erneut ein enges Rennen geben. Wie die anderen Damen drauf sind, ist schwierig einzuschätzen. Für viele ist es ebenfalls das erste Rennen“, sagt Konschak. Bei der letzten Austragung lagen nach über neun Stunden Renndauer lediglich fünf Minuten zwischen Platz vier und Platz zehn – den Ausschlag könnte bei dieser Konstellation erneut die Erfahrung machen und somit für die Rolandstädterin sprechen.