Zystitis

Hausmittel bei Blasenentzündung im Check

Es gibt eine Reihe an Hausmitteln, die bei einer Blasenentzündung helfen sollen. Doch welche dieser Hausmittel können den Harnwegsinfekt wirklich bekämpfen? Welche lindern „nur“ die Symptome und welche sind gar in ihrer Wirksamkeit umstritten?


Wärme bei Blasenentzündung?

Ja, Wärme gilt sogar fast als erste Wahl bei einem Harnwegsinfekt. Die Behandlung mit Wärme wird aber nicht nur bei einer Blasenentzündung empfohlen. Auch bei verschiedenen Schmerzarten, etwa Unterleibsschmerzen bei der Periode oder Rückenschmerzen infolge einer Verspannung, schaffen Wärmeumschläge oder heiße Bäder Abhilfe. Bei einem Harnwegsinfekt kann dieses Hausmittel aber neben der Schmerzlinderung noch einen weiteren Effekt verursachen: Es aktiviert den Stoffwechsel und damit das Immunsystem, das dem Körper bei der Abwehr der vorhandenen Bakterien in der Blase hilft.


Säfte gegen Blasenentzündung?

Ja bitte! Einige Säfte wie beispielsweise Preiselbeer- oder Heidelbeersaft sollen die empfindlichen Schleimhäute in der Blase kräftigen und so die Abwehr der bakteriellen Erreger fördern. Weiterhin hilft es allgemein, viel zu trinken, um die Blase durchzuspülen und vorhandene Erreger so schneller zu entfernen.


Nahrungsergänzungsmittel als Hilfe bei Blasenentzündung?

Ja, es gibt besondere Nahrungsergänzungsmittel für die Blasenentzündung, die durch ihren Wirkstoffkomplex an verschiedenen „Baustellen“ ansetzen. So könnte das Nahrungsergänzungsmittel aus folgenden Inhaltsstoffen bestehen:

Cranberrypulver/-extrakt: Man geht davon aus, dass in der Cranberry enthaltene Proanthoxyanide die Anheftung von bakteriellen Erregern an die Harnwegswände erschweren.

Kürbiskerne: Diese fördern eine gesunde Blasenfunktion und stärken die Muskulatur der Harnblase auf natürliche Weise.

Acerola-Kirsche: Das enthaltene Vitamin C fördert das Immunsystem und hält die Organe gesund – darunter auch die Harnblase.

Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin B3 (Niacin): Diese Vitamine sorgen dafür, dass die körpereigene Schleimhaut gesund bleiben kann.


Tee gegen Blasenentzündung?

Ja, neben Säften empfehlen sich auch und gerade spezielle Kräutertees für die natürliche Behandlung bei einer Blasenentzündung. Wirkstoffe wie Goldrutenkraut, Brennnessel, Birkenblätter und Wacholder sollen verschiedene, positive Eigenschaften mit sich bringen. So gelten sie als antibakteriell, regen die Tätigkeit der Nieren an und fördern so die Harnausscheidung, die wiederum Bakterien aus der Blase spült. Auch können Kräutertees bei Schmerzen entspannend und entkrampfend sein. Vier bis fünf Tassen sind pro Tag empfehlenswert, um die Blasenentzündung natürlich zu behandeln.


Vermehrte Intimpflege bei Zystitis?

Nein, eine „mangelhafte“ Intimpflege ist nicht an einer Blasenentzündung schuld. Vielmehr kann sogar eine zu intensive Intimhygiene dazu beitragen, dass eine Blasenentzündung überhaupt entsteht! Die richtige Intimpflege ist aber hilfreich, um die Heilung des Infekts zu beschleunigen und künftige Entzündungen zu vermeiden. Dazu gehört eine warme Dusche im Intimbereich ebenso wie eine spezielle Waschlotion, die antibakterielle Eigenschaften hat und den natürlichen pH-Wert des Vaginal- und Darmmilieus nicht verändert. Fragen Sie am besten in der Apotheke nach sanften und pH-neutralen Waschlotionen für den Intimbereich. Alternativ verzichten Sie einfach auf eine Lotion und waschen den empfindlichen Bereich nur mit Wasser.


Senföle als heilendes Mittel bei einer Blasenentzündung?

Eventuell kann auch dieses Hausmittel funktionieren. Senföle, die beispielsweise aus der Kapuzinerkresse und dem Meerrettich gewonnen werden, sollen antibiotisch wirken – ähnlich eines chemischen Antibiotikums sollen sie die bakteriellen Erreger, die einen Harnwegsinfekt ausgelöst haben, bekämpfen. Ob das wirklich so ist, ist leider unter Fachleuten umstritten. Allerdings soll zumindest die Vermehrung der Bakterien in der Blase durch Senföle eingedämmt werden.


Apfelessig als natürlicher Helfer bei Harnwegsinfektionen?

Ja! Den sehr gewöhnungsbedürftigen Apfelessig zu trinken, kostet Sie zwar sicherlich Überwindung – doch ein Löffel in einem großen Glas Wasser aufgelöst, sorgt dafür, dass Keime in der Blase bekämpft werden können. Der Grund dafür ist die im Apfelessig befindliche Säure, die sich auch beispielsweise bei Hautunreinheiten bewährt. Wenn Sie es schaffen, sollten Sie drei Gläser Wasser mit jeweils einem Teelöffel Apfelessig darin über den Tag verteilt trinken, um die Blasenentzündung natürlich zu behandeln.


Tipp: Im Zweifelsfall einfach ausprobieren!

Keines der genannten Hausmittel wird die Blasenentzündung verschlechtern. Daher können Sie beruhigt austesten, was Ihnen gut tut.

Was bei der Blasenentzündung kontraproduktiv ist

Während einige Getränke und Wirkstoffe bei der Blasenentzündung helfen, bewirken andere das Gegenteil. Eine Reizung der Harnwege erfolgt beispielsweise durch Zitronensäfte, Alkohol und Kaffee, während stark zuckerhaltige Softdrinks den Zuckerwert im Körper erhöhen – das unterstützt das Bakterienwachstum. Der Konsum dieser Getränke sollte bei einer Harnwegsinfektion vermieden werden.


Wann muss der Arzt um Rat gefragt werden?

Blasenentzündung natürlich behandeln hin oder her – manchmal muss der Arzt schauen, ob der Harnwegsinfekt von allein ausheilt oder sich eine mögliche Komplikation anbahnt. Signale, die einen Arztbesuch zwingend erforderlich machen, sind sichtbares Blut im Urin, hohes Fieber und starke Krämpfe. Auch wenn Sie zu einer Risikogruppe für Folgeerkrankungen gehören, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen, sobald sich eine Blasenentzündung anbahnt. Risikogruppen sind Menschen mit bestimmten Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, aber auch schwangere Frauen, da die unbehandelte Blasenentzündung in schweren Fällen zu einer Fehlgeburt führen kann. Weiterhin empfiehlt sich ein Arztbesuch, wenn die Blasenentzündung immer wiederkehrt und keine Maßnahmen bisher langfristig geholfen haben – oder die Beschwerden nach einigen Tagen nicht nachlassen.

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