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Diabetes

Ernährung bei Diabetes

Vor allem Typ 2 Diabetiker können viel erreichen

Leiden Sie an der Stoffwechselerkrankung Diabetes Mellitus, die allgemein als „Zuckerkrankheit“ bekannt ist? Dann wissen Sie sicher schon, wie wichtig gerade bei Diabetes Typ 2 eine angepasste Ernährung ist. Doch wir haben eine gute Nachricht: Die Ernährung bei Diabetes muss keinesfalls Verzicht oder extreme Umstellung bedeuten! Wie auch bei gesunden Menschen spielt eine ausgewogene Ernährung mit wertvollen Inhaltsstoffen die wichtigste Rolle. Außerdem gibt es besonders empfehlenswerte Lebensmittel, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

 

Patienten mit Diabetes Typ 1 sollten vorwiegend auf die Angabe der Kohlenhydrateinheiten bei Nahrungsmitteln achten, während bei Patienten mit Diabetes Typ 2 die Kalorienanzahl im Vordergrund steht. Wir verraten Ihnen, wie ein guter Ernährungsplan bei Diabetes aussehen kann und was Sie sonst noch tun können, um Ihren Blutzuckerspiegel im Griff zu behalten!

Die gute Nachricht: Diabetes Ernährung bedeutet keinen Verzicht

Früher war die Diabetes Ernährung oftmals eine echte Herausforderung. Viele Diabetiker verzichteten auf Lieblingsspeisen – aus Angst vor einem Zuckerschock oder ebenso gefährlicher Unterzuckerung. Heute weiß man, dass sich Diabetiker eigentlich genauso ernähren können wie gesunde Menschen; solange sie wissen, was sie gegen einen ansteigenden Blutzuckerspiegel unternehmen können. Daher ist die Aufschrift „für Diabetiker geeignet“, die früher häufig auf Lebensmitteletiketten zu finden war, heute nicht mehr anzutreffen.

 

Diabetes Ernährungsplan unterscheidet sich kaum von anderen

Eine Diabetes Ernährungstabelle zeigt, welche Lebensmittel ruhigen Gewissens konsumiert werden können und welche lieber die Ausnahme bleiben sollten. Dafür wird meist ein Ampelsystem gewählt. Grüne Lebensmittel sind uneingeschränkt erlaubt, gelbe in Maßen und rote nur selten oder besser gar nicht. Doch Sie werden schnell feststellen: Die Empfehlungen in der Diabetes Ernährungstabelle unterscheiden sich kaum von jenen an gesunde Menschen. Eine ausgewogene Ernährung von guter Qualität sollte schließlich für jeden von uns das Ziel sein, um dauerhaft fit und gesund zu bleiben.

 

Gesund ernähren mit Diabetes Typ 1

Zwar können Typ 1 Diabetiker mit einer Diabetes Ernährungstabelle nichts gegen den Insulinmangel ausrichten – allerdings hilft fundiertes Wissen über die Inhaltsstoffe der Lebensmittel dabei, den Blutzuckerspiegel so gering wie möglich zu halten. Das ist das Ziel der Diabetes Ernährung bei Typ 1 Diabetikern. Durch eine entsprechende Diabetes Schulung lernen die Betroffenen, wie viele Kohlenhydrate oder Ballaststoffe in Lebensmitteln enthalten sind und wie sich anhand dessen die korrekte Menge Insulin berechnen lässt, die gespritzt oder durch die Insulinpumpe verabreicht werden muss.

 

Welche Lebensmittel eignen sich für Typ 1 Diabetiker?

Wie auch bei gesunden Menschen sollten Lebensmittel wie knackiges Obst und frisches Gemüse den Speiseplan dominieren. Fünf Portionen am Tag helfen dabei, den Körper mit Ballaststoffen zu versorgen, die wiederum den Anstieg des Blutzuckerspiegels verlangsamen. Eine Diabetes Ernährung mit Gemüse als Hauptbestandteil jeder Mahlzeit ist schon ein guter Anfang. Auch Vollkornprodukte, Nüsse oder Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen können dabei helfen, durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen zu einem langsamen Blutzuckeranstieg beizutragen.

 

Die konsumierten Speisen und Getränke müssen bei Typ 1 Diabetikern außerdem hinsichtlich ihrer Kohlenhydrateinheit (KE) bewertet werden. So wissen Sie als Patient, welche Dosis Insulin notwendig ist, um den durch die Speise erreichten Blutzuckerwert wieder auf ein gesundes Maß abzusenken. Eine KE sorgt für eine Erhöhung des Wertes um rund 30 mg/dl bis 40 mg/dl. Allerdings müssen Sie wissen, dass nicht nur der Wert allein, sondern auch Ihr Körpergewicht und die Zusammensetzung der Mahlzeit sowie die Tageszeit eine Rolle bei der Berechnung der benötigten Insulindosis spielen.

 

 Schon gewusst? Früher wurde die Kohlenhydrateinheit als „Broteinheit“ (BE) bezeichnet.

 

Warum bei Typ 1 Diabetes auf die Ernährung achten?

Zwar lässt sich durch die Ernährung die Ursache für die Erkrankung – der Insulinmangel – nicht behandeln; allerdings vermeiden Sie Folgeerkrankungen, die beispielsweise durch eine unzureichende Insulinabgabe entstehen. Auch hilft ein gesunder Lebensstil dabei, dass Sie sich allgemein fitter und besser fühlen.

 

Ernährung bei Diabetes Typ 2: Oftmals der Schlüssel zum Erfolg

Diabetes Typ 2 beruht nicht auf einem Insulinmangel, sondern auf einer Insulinintoleranz. Diese kann in vielen Fällen durch den richtigen Lebensstil verbessert werden, so dass Betroffene ohne Medikamente und vor allem ohne zusätzliches Insulin auskommen könnten. Zu diesem Lebensstil gehört auch und insbesondere die richtige Ernährung. Experten gehen davon aus, dass dies bei einer konsequenten Lebensumstellung mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung knapp die Hälfte der Typ 2 Diabetiker betrifft. Das Ziel der Ernährung bei Diabetes Typ 2 ist oftmals aber auch eine Gewichtsreduktion, da Betroffene meist Übergewicht haben. Außerdem sollen, wie auch bei Diabetes Typ 1, die gefährlichen Folgeerkrankungen verhindert werden.

 

Welche Lebensmittel eignen sich für Typ 2 Diabetiker?

Gerade bei Diabetes Typ 2 kann die Ernährung im wahrsten Sinne des Wortes das Zünglein an der Waage sein. Nur in seltenen Fällen müssen Diabetiker mit dieser Form der Stoffwechselerkrankung Insulin spritzen. Durch eine Ernährung, die beispielsweise viel Eiweiß, Vitamine und Ballaststoffe enthält, wird der Blutzuckerspiegel in Schach gehalten. Umfangreiche Therapiemaßnahmen sind im besten Fall dann nicht mehr nötig.

 

Diabetes Typ 2: Kalorien statt KE

Während Typ 1 Diabetiker Ihre Lebensmittel vorwiegend anhand der Kohlenhydrateinheiten (KE) auswählen sollten, setzen Sie als Typ 2 Diabetiker besser auf die Kalorienanzahl. Sie sollten vor allem, wenn Sie bereits an Übergewicht leiden, auf eine langsame Kalorienreduktion achten.

 

1. Lebensmittel mit einem ausgewogenen Verhältnis an Eiweiß

Eiweiß macht satt, hilft beim Abnehmen und fördert den Aufbau von Muskeln sowie den Abbau von Übergewicht. Eine gute und obendrein leckere Eiweißquelle findet sich in Nüssen.

 

Aber:Es kommt auf die richtige Dosis an. Wie bei allen Inhaltsstoffen wird auch überschüssiges Eiweiß ins Fett eingelagert. Sie sollten aber auch nicht so wenig essen, dass Sie nachher nicht satt sind. Empfehlenswert sind Eiweiß-Mengen, die etwa 10 bis 20 Prozent der gesamten Energiemenge betragen, die am Tag eingenommen wurde.

 

2. Lebensmittel mit vielen Vitaminen

Durch die Einnahme von Vitaminen kann die Leistung der Bauchspeicheldrüse verbessert werden. Erdbeeren, Rosenkohl oder Brokkoli enthalten beispielsweise viel Vitamin C, das den Insulinwert senken und den so genannten oxidativen Stress verhindern kann. Oxidativer Stress kann beispielsweise das Nervengewebe zerstören und so zu Folgeerkrankungen führen, welche unter anderem die Augen oder Gefäße betreffen. Durch die Aufnahme von Vitaminen wie Vitamin C werden diese Organe besser geschützt. Auch Vitamin B1 sollte bei Typ 2 Diabetes auf dem Ernährungsplan stehen, da es nervenschädliche Substanzen hemmt und entzündliche Prozesse im Körper abschwächt. Dadurch wird das Risiko, von einem Schlaganfall oder Herzinfarkt betroffen zu sein, gesenkt. Vitamin B1 versteckt sich beispielsweise in Lebensmitteln wie Vollkornbrot, Hühnerbrust oder Lachs und ist auf fast jeder Diabetes Ernährungstabelle ein wichtiger Faktor.

 

3. Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen

Ballaststoffe machen länger satt und vermeiden Heißhungerattacken. Diabetiker profitieren aber noch von einer weiteren Eigenschaft: So sorgen Ballaststoffe dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt. Das liegt daran, dass die in fast jeder Mahlzeit enthaltenen Kohlenhydrate durch Ballaststoffe verzögert ins Blut gelangen. Ballaststoffe sind in Gemüse und Obst enthalten; beispielsweise erweisen sich verschiedene Beeren, Zitrusfrüchte, Äpfel, Kartoffeln und Möhren als gute Lieferanten. Aber auch in Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten sind sie enthalten.

 

Tipp: Rund 30 Gramm an Ballaststoffen täglich verzehren

 

Nicht nur Diabetiker, auch gesunde Menschen sollten darauf achten, dass täglich etwa 30 Gramm an Ballaststoffen aufgenommen werden.

 

Tipps und Tricks rund um die Ernährung

Nun haben wir noch einige ergänzende Tipps für Sie, mit denen Sie Ihre Diabetes Typ 2 Symptome bekämpfen und Folgeerkrankungen bestenfalls verhindern können.

 

1. Pistazien als Geheimtipp sehen

Pistazien gelten als eines der bevorzugten Nahrungsmittel für Diabetiker, da sie den Blutzucker senken können. Sie sollten als Diabetiker also gerne mal zugreifen. Es wird davon ausgegangen, dass der Blutzuckerspiegel durch den Konsum von Pistazien um ca. 0,4 Prozent gesenkt wird.

2. Fokus bei Snacks verlagern

Statt auf süße Lebensmittel sollten Sie auf ballaststoffhaltige Nahrungsmittel setzen. Verlagern Sie also den Fokus von Schokolade und Chips besser auf Nüsse. Diese sind nicht nur besser für den Körper, sondern machen auch länger satt.

3. Regelmäßig speisen

Feste Zeiten für die Nahrungsaufnahme helfen bei einem strukturierten Tag-Nacht-Rhythmus, der sich wiederum günstig auf den Stoffwechsel auswirkt. Versuchen Sie, immer am selben Ort zur selben Zeit zu speisen, um einen Rhythmus zu etablieren. Wählen Sie maximal drei Hauptmahlzeiten am Tag und stillen Sie zwischenzeitlichen Heißhunger mit Obst oder Nüssen.

4. Ungesunde Favoriten reduzieren statt streichen

Wenn Sie eine Naschkatze sind, widerstehen Sie der Versuchung, aus Hungergründen zu Schokolade und Co zu greifen. Süßigkeiten sollten künftig nur als Nachspeise direkt nach einer Hauptmahlzeit gegessen werden. Auch gilt die Faustregel: Eine Tafel Schokolade in der Woche ist besser als der generelle Verzicht. Gönnen Sie sich zwischendurch ruhig einmal etwas, aber behalten Sie dabei Ihre Werte im Blick.

5. Allroundtalente aus der Natur nutzen

Natürliche Wirkstoffe wie Ingwer und Kurkuma sind wahre Allroundtalente und die ideale Nahrungsergänzung für Diabetiker. Entzündungshemmende und abwehrstärkende Eigenschaften sind nur zwei der Vorteile, die Ingwer und Kurkuma mit sich bringen. Auch Bittermelonenextrakt und Zimt sollten auf dem Diabetes Ernährungsplan stehen. Um gleich alles abzudecken, empfiehlt sich ein Kombinationsprodukt. Für Diabetiker gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die neben den genannten Wirkstoffen auch Chrom3 enthalten. Dieses eignet sich vor allem bei Diabetes Typ 2 und Prädiabetes, um die Insulinintoleranz abzuschwächen. Chrom3 hilft dabei, dass das Insulin dort wirken kann, wo es benötigt wird.

 

Tipp: Mediterrane Ernährung ist bei Diabetes besonders empfehlenswert

Die mediterrane Kost, die sich an Orten entlang des Mittelmeers entwickelt hat, kann bei Diabetes punkten. Denn: Der Fokus liegt statt auf Fleisch eher auf Gemüse und Obst, außerdem kommen vorwiegend ungesättigte Fettsäuren auf den Tisch. Diese erweisen sich als bessere Wahl gegenüber gesättigten Fettsäuren. Speisen mit Olivenöl oder Fisch sind nicht nur reich an „guten“ Inhaltsstoffen, sondern überdies auch lecker!


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